BUND-Kreisgruppe Neuss
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BUND Ortsgruppe Jüchen

BUND Ortsgruppe Jüchen

Herzlich Willkommen auf der Seite der Ortsgruppe Jüchen.

 

Informationen über unsere älteren Aktivitäten sind weiterhin hier erreichbar.

Das Treffen der Ortsgruppe Jüchen findet am 2. Donnerstag im Monat statt.

Wer zu diesen Treffen kommen möchte, meldet sich bitte über die Mailadresse, da Ort und Datum wechseln können.

Fragen und Anregungen können Sie an unsere Mailadresse schicken: bund.juechen(at)bund.net

BUND Einsatz für die weiße Rosskastanie

Dieses Jahr war kein gutes Jahr für die weißen Rosskastanien. Die Hitze- und Trockenphasen hat diese Baumart besonders getroffen. Die veränderten Klimabedingungen können die BUND Mitglieder für die Bäume nicht verändern. Sie versuchen deswegen, die anderen Stressfaktoren zu verringern, um den Bäumen zu helfen. Einer dieser Stressfaktoren wird durch die Kastanien- Miniermotte ausgelöst. Diese eingeschleppte Mottenart legt die Eier im Frühjahr auf den Blättern von weißen Rosskastanien ab, die roten Rosskastanien bleiben dagegen verschont. Die geschlüpften Larven dringen ins Blatt ein und fressen dieses in Miniergängen von innen auf. Da die Motten in den abgefallenen Blättern überwintern, steigt der Befall ständig an, denn es gibt nahezu keine natürlichen Feinde. Ein gesunder und kräftiger Baum übersteht den Befall, selbst wenn er alle Blätter verliert, und treibt ein zweites Mal aus. Doch das kostet Kraft, die den gestressten Bäumen fehlt. Um die Neuinfektion möglichst gering zu halten, kehren die BUNDMitglieder das befallene Laub zusammen. In Aldenhoven ist dies ein schwieriges und oft schmerzhaftes Unterfangen, denn hier sind dornige Berberitzen gepflanzt.  Das Laub wird in BigBags gesammelt, die dann vom Bauhof zur Kompostieranlage gefahren werden. Nur dort ist die Komposttemperatur hoch genug, um die verpuppten Motten abzutöten. 

Mit Pheromonfallen, die in die Bäume gehängt werden, hofft die Gruppe, einen möglichst großen Teil der Motten ködern zu können. Auch die aufgehängten Blau-Meisenkästen sind ein weiterer Baustein, denn in der kurzen Flugzeit fangen die Blaumeisen zumindest einen Teil der fliegenden Motten ab. Da das Laub normalerweise unter den Bäumen verrottet und wertvollen Humus bildet, bringen die BUNDMitglieder zum Ausgleich immer wieder Humus auf die Baumscheibe auf, um die Nährstoffversorgung zu sichern.

In Jüchen gibt es nicht viele große Bäume. Die vorhandenen Altbäume  sollten besonders unterstützt werden.  Weiße Rosskastanien sind meist imposante Bäume mit einer tollen Blütenpracht im Frühjahr.

In Jüchen stehen noch einige weiße Rosskastanien, die Hilfe bräuchten. Der BUND Jüchen ruft deswegen alle Jüchenerinnen und Jüchener zur Hilfe für die weißen Rosskastanien auf. Wer den Bäumen z.B. vor der Haustür helfen will, sollte das befallene Rosskastanienlaub entfernen und über die Kompostierungsanlage oder die Biotonne entsorgen. Vielleicht gibt es ja auch  Nachbarschaften, die sich gemeinsam um eine Rosskastanie kümmern. 

Das Baumtrio in Aldenhoven schafft das nächste Jahr dank der Aktion hoffentlich besser und erfreut als Wahrzeichen von Aldenhoven weiterhin viele Menschen.

2. Strauch-Aktion des BUND erfolgreich

Am Samstagmorgen hatten die BUND Mitglieder eingeladen, sich am aufgebauten Stand vor der Naturfläche in Jüchen einheimische Heckensträucher abzuholen. Schon nach einer guten Stunde waren alle Wildgehölze in gute Hände abgegeben. Viele Jüchener*innen waren dem Aufruf gezielt gefolgt, um im eigenen Garten mehr naturnahe Elemente zu pflanzen und der einheimischen Tierwelt mit Nahrung und Lebensraum zu helfen. Der Vormittag verflog mit angeregten Gesprächen über Heckenpflanzen, Erfahrungen beim naturnahen Gärtnern, und über das Thema Natur-, Umwelt- und Artenschutz, besonders in unserer artenarmen Kommune Jüchen. 

Die vom BUND ausgesuchten, einheimischen Sträucher Kornelkirsche, Faulbaum und Weißdorn bieten den Gärtner*innen einen schönen Anblick, den Tieren Blüten, Früchte, auch die nötige Blattnahrung für Schmetterlingsraupen, wie den Zitronenfalter, und geschützten Brut- und Lebensraum durch dornige Zweige. Für alle, die außer dem Sträuchertrio noch weitere einheimische Sträucher pflanzen wollen, gab es Vorschläge, mit welchen Wildgehölzen die Hecken ergänzt werden können.  

Damit das praktische Einpflanzen auch umweltfreundlich erfolgt, bekamen alle Besucher*innen noch einen Beutel Komposterde, denn mit torffreien Erden und dem Verzicht auf Torfprodukte wird ein weiterer Schritt im Naturschutz getan. Die wertvollen Moore müssen wegen ihrer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden, zumal sie auch große COSpeicher sind und unser Klima stabilisieren.

 Nach den beiden erfolgreichen Sträucheraktionen dieses Jahr, hat die BUND Gruppe schon fürs nächste Frühjahr neue Pläne für das naturnahe Gärtnern geschmiedet. Dann sollen wieder Pflanzen ausgewählt werden, die sowohl Naturgärtner*innen als auch die Tierwelt erfreuen. 

Heckentrio, der BUND verteilt bei der 2. Strauch-Aktion drei ausgewählte Sträucher

Herbstzeit ist Pflanzzeit und für Naturfreunde die richtige Zeit, den Garten dabei als Trittsteinbiotop auch für die Natur attraktiver zu gestalten.

Eigentlich stehen in jedem Garten Sträucher, mal als Teil einer Hecke, mal als Einzelsträucher. Diese Garten-Elemente können auch so gewählt werden, dass sie nicht nur schön aussehen, sondern auch noch für unsere Tiere einen Lebens- und Nahrungsraum bieten, denn dieser Lebensraum ist in der freien Landschaft meist nicht mehr vorhanden. Einheimische Pflanzen und Tiere sind oft voneinander abhängig, denn sie haben sich über Jahrtausende aufeinander eingespielt. Auf unsere Umweltveränderungen können sie nicht so schnell reagieren und verschwinden oft ganz. Wer Schmetterlinge mag, sollte bedenken, dass ein Schmetterling zunächst als Raupe meistens eine ganz bestimmte Pflanzennahrung braucht, so wie der Zitronenfalter die Blätter des Faulbaumes. Die Blüten bieten Nahrung für die erwachsenen Insekten, die Früchte einheimischer Gehölze sind für unsere Vögel und Säugetiere eine wichtige Nahrungsquelle, besonders im Winter. Mit der richtigen Pflanzenauswahl im Garten kann man Tierarten retten und so die Artenvielfalt auch in Jüchen wieder vergrößern.

Der BUND Jüchen führt die erfolgreiche Strauchaktion vom Frühjahr weiter und hat nun einheimische Sträucher besorgt, die sowohl Menschen als auch Tiere erfreuen. Es sind:

  • Weißdorn: schöne Blüte, attraktive Früchte, Nektar, Pollen, Früchte und katzensicherer Brutplatz für die Tiere.
  • Kornelkirsche: schöner, erster, gelber Frühjahrsblüher mit Nektar für die frühen Hummeln, anstelle von nektar-und pollenlosen Forsythien.
  • Faulbaum, lange Blütezeit und Früchte, Blätter sind Nahrung für zahlreiche Schmetterlinge, wie den Zitronenfalter.

Samstagmorgen, 8.11.25, zwischen 10 und 12 Uhr, verteilen die BUND Mitglieder diese 3 ausgewählten Straucharten gegen eine Spende und laden zu einem Austausch über naturfreundliches Gärtnern ein.

Treffpunkt an der Naturwiese des BUND, in Jüchen, in Höhe des Parkplatzes am Schulzentrums, Konrad-Duden Allee.

Zum Jubiläum „50 Jahre BUND“ hofft die Ortsgruppe, dass durch die Aktion mindestens 50 Sträucher in den Jüchener Gärten gepflanzt werden. 

Naturgarten hat neuen Apfelbaum

Nachdem der vor 3 Jahren gepflanzte Apfelbaum leider nicht angegangen ist, konnte im BUND Garten nun mit einer einheimischen, alten Apfelsorte nachgepflanzt werden. Mit einer Stessener Degeers Renette ist neben der Dycker Schmalzbirne nun die zweite, aus Jüchen stammende alte Obstsorten angepflanzt. Das junge Apfelbäumchen war von Josef S. aus Reisern veredelt worden.

Erde aus Jüchen für die Jubiläumslinde in Bad Hersfeld

Zum 50 jährigen Jubiläum des BUND wird in Bad Hersfeld eine Winterlinde gepflanzt.

Alle BUND Gruppen waren aufgerufen, Erde für das Pflanzloch einzuschicken, als symbolische Unterstützung der Natur-und Umweltarbeit des BUND.

Aus Jüchen erhält die BUND-Linde Erde aus dem Naturgarten und Gärten der BUND Mitglieder, mit den besten Wünschen für gutes Anwachsen und ein langes Baumleben.

Tatkräftiger Einsatz für Wildbienen beim BUND Workshop

Am Wochenende war auf dem Dycker Feld eifriges Werkeln für Wildbienen angesagt. Die Ortsgruppe des BUND hatte eingeladen, Nisthilfen für Wildbienen zu bauen, und zwar im großen Stil und als dekoratives Element für den eigenen Garten. Auch wenn Wildbienen in einem Natur-Garten meist Nistmöglichkeiten in Holz, Pflanzenstängeln, Lehmfugen sowie offenem, sandigen Boden oder in leeren Schneckenhäusern selber finden, braucht es doch erst einmal das Wissen, worauf ein*e Wildbienenfreund*in achten muss. Beim Wildbienen-Workshop gab es deswegen zunächst eine kurze Vorstellung von der Vielfalt, der Lebensweise, der Brutpflege und den Ansprüchen an einen geeigneten Brutplatz und die besonderen Nahrungsansprüchen.

Wildbienenweibchen bilden keine Staaten wie Honigbienen, 90 % sind Einzelgängerinnen, die die Nachkommen alleine versorgen. In Hohlgängen, in Holz, in Lehm, im Boden, in stehenden oder liegenden hohlen oder markhaltigen Stängeln, deponiert es zu jedem Ei den Nahrungsvorrat für die gesamte Entwicklung. Bevor das nächste Ei in den Gang gelegt wird, verschließt es das „Kinderzimmer“ mit einer Wand aus Lehm und Speichel. Je länger der Brutgang, desto mehr Einzelkammern können angelegt werden. Auch eine stabile „Haus“-Tür am Ende ist Teil der Brutfürsorge. Fast immer schlüpfen die jungen Wildbienen erst im kommenden Frühjahr, zuerst die Männchen, die sich aus unbefruchteten Eiern entwickeln.

Von den annähernd 600 Wildbienenarten in Deutschland brauchen besonders die Spezialisten Hilfe, denn nicht nur das richtige Angebot von Brutgängen ist wichtig, sondern auch das Vorkommen von ganz bestimmten Wildblumenarten, deren Nektar und Pollen sie für die Nachkommen brauchen; Knautien-Sandbienen brauchen Pollen der Ackerwitwenblume, Glockenblumen-Schmalbienen von Glockenblumen und Natternkopf -Mauerbienen vom Natternkopf. Die Mohn-Mauerbiene braucht die Blütenblätter des Klatschmohns, um die Brutzellen damit zu tapezieren.

Wie soll man all diesen verschiedenen Wildbienen helfen? Die Antwort ist einfach: so viel wie möglich einheimische Pflanzen fördern; eine Wildwiese anlegen, soviel wie möglich unberührt lassen; verblühte Blumenstängel so spät wie möglich im Frühjahr schneiden; natürlichen, offenen Boden zulassen; für Garten-Mauerfugen keinen Zementmörtel benutzen;  kurzum: zumindest in einem Teil des Gartens mal Fünf gerade sein lassen.

Im Gegensatz zu den im Natur-Garten verstreut liegenden Brutmöglichkeiten bieten die selbst gestalteten Nistwände eine komfortable Möglichkeit, Wildbienen beim Anflug und der Brutversorgung zu beobachten. Anfänglich werden diese oft nicht als Wildbienen erkannt, denn eher selten sehen Wildbienen schwarz-gelb aus. Ihre Formenvielfalt ist enorm, sowohl in der Farbe als auch Größe und Gestalt.

Beim Workshop wurde Lehm in den Fächern festgeklopft, damit er Luftblasen-frei wird und Nistgänge mit Stricknadeln verschiedenster Dicke für die Wildbienen vorgebohrt werden können. In Hartholz konnten die Teilnehmer*nnen ebenfalls Gänge bohren. Der künstlerischen Gestaltung mit verschiedenen Bohrerdurchmesssern war dabei freie Hand gelassen. Da Wildbienen die Brutgänge im Durchmesser ihres eigenen Körpers aussuchen, schaffen unterschiedlich große Bohrungen für viele Arten ein Angebot. Als weiteres Angebot bieten sich die gebündelten Halme an, mit und ohne Mark.

Die Brutsaison für Wildbienen ist eigentlich für dieses Jahr abgeschlossen. Im zeitigen Frühjahr werden die fertigen Nisthilfen dann aber auch schon den Arten, die früh unterwegs sind, direkt ein Angebot präsentieren können. Nisthilfen sollten möglichst trocken und warm stehen mit Ausrichtung nach Südost.

Den Workshopteilnehmer*innen steht ein spannendes Frühjahr bevor, bei dem es bestimmt viel Neues zu entdecken und zu beobachten gibt.

 

Eine große Insekten-Nistwand für den eigenen Garten mit dem BUND bauen!

Jetzt schon für nächstes Jahr eine große Insekten-Nistwand für den eigenen Garten mit dem BUND bauen!

Am 13.9.25, um 10 Uhr lädt die BUND Ortsgruppe alle Interessierte ein, für den eigenen Garten eine große Insekten-Nistwand zu bauen. Wenn dann die ersten Wildbienen im nächsten Frühjahr fliegen, können sie in Ihrem Garten direkt mit dem Einrichten der Kinderstuben beginnen.

Das Grundgerüst haben die BUND Aktiven bereits zusammengesetzt. Gemeinsam können alle Wildbienenfreunde und -freundinnen auf dem Dycker Feld für die verschiedenen Wildbienenarten die Fächer füllen, mit Lehm, Holz und Halmen, und die Stele anschließend mit nach Hause nehmen.

Bitte bedenken Sie, dass die Konstruktion ca 1,50 m hoch und 20 cm breit ist , und durch massives Holz und den eingefüllten Lehm auch schwer ist. Sie müsste mit dem Auto transportiert werden oder mit einem Lastenrad.

Wer so ein Schmuckstück für den eigenen Garten haben möchte, meldet sich bitte unter bund.juechen(at)bund.net an, da die Teilnahmeplätze begrenzt sind.

Für 25,- € Materialkosten kann die Nistwand dann direkt mitgenommen werden.

Treffpunt ist 10 Uhr am Eingangstor zum Dycker Feld. Bitte seien Sie pünktlich, da es von dort gemeinsam zur Feldorangerie geht. Bitte geben Sie deswegen auch eine HandyNummer in der Mail an.

Im BUND Garten gibt es jetzt ein Sandarium

Unbefestigte, sandige Wege oder sandige Brachflächen, die ungestört sind, werden immer seltener. Wildbienenarten, die ihre Brutröhren in sandigem Boden anlegen, fehlt dann der Brutraum. Um diese Spezialisten zu unterstützen, will die BUNDGruppe diesen Lebensraum in ihrem Naturgarten anbieten.

Das Ausheben einer etwa 40 cm tiefen Grube war für die Naturschützer*innen echte Knochenarbeit, denn durch die langanhaltende Trockenheit war der Gartenboden steinhart und musste sogar erst mit der Spitzhacke aufgelockert werden.

Damit die Wildbienen den richtigen Boden vorfinden, musste der Sand mit dem ausgehobenen, lehmigen Boden gemischt werden, weil In gewaschenem Sand die Brutröhren nicht stabil sind.

Nach zwei Stunden intensiver Arbeit war das Sandarium dann schließlich fertig. Die Wildbienen können die Kinderstuben nun hier einrichten!

Der BUND ruft alle Wildbienenfreund*innen auf, die natürlichen Brutstellen zu schützen. Jede Wildbienenart bevorzugt bestimmte Materialien als Brutorte, wie altes Holz, hohle Stängel, Schneckenhäuser, Lehm- , Stein- oder Sandlücken. Ihnen kann geholfen werden, wenn Totholz und abgeblühte Pflanzenstängel stehen bleiben, und für die sandbrütenden Arten sollten im Garten, Vorgarten und zwischen Pflastersteinen sandige Fugen erhalten werden.

BUND Jüchen legt im Naturgarten ein Sandarium an

Am Donnerstag, den 10.7.2025 treffen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Jüchen in ihrem Naturgarten, um dort ein Sandarium anzulegen. Wildbienenarten, die ihre Brutröhren in sandigem Boden anlegen, sollen mit diesem Lebensraum unterstützt werden.

Interessierte sind herzlich ab 18 Uhr im Naturgarten willkommen. Auch über eine aktive Mithilfe freut sich die BUND Gruppe.Mit aufgestellten Hinweisschildern ab Leostrasse/ an der Brücke hinter dem Spielplatz in Damm ist der BUND Naturgarten gut zu finden.

Umweltagenten fahnden im Auftrag der Natur nach weggeworfenen Kippen

Jeden Donnerstag ziehen die Umweltagenten der Grundschule an den Weiden mit ihrer Umweltagenten-AG vom BUND  in die Umgebung der Schule und lernen dabei verschiedene Umweltthemen kennen.

Diesmal waren sie als Umweltretter unterwegs. Ausgerüstet mit Zangen, Handschuhen, Eimern und Abfallbeuteln fahndeten sie auf ihrem Weg nach illegal entsorgtem Müll. Besonderes Augenmerk richteten sie dabei auf die Zigarettenkippen.

Von den in Deutschland jährlich 100 Milliarden gerauchten Zigaretten, landen zwei Drittel auf dem Boden, oder werden in Toiletten sowie in den Straßengullis entsorgt.  Diese Umweltverschmutzung  ist aus gutem Grund eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat.

Zigarettenkippen sind für Tiere und Umwelt besonders gefährlich. Weggeschnippst liegen sie auf Gehwegen und im Gras und sind schon nach wenigen Tagen kaum mehr zu erkennen.  Viele der Waldbrände entstehen durch weggeworfene, nachglimmende Kippen. Kleinkinder stecken sie in den Mund, Tiere verwechseln sie mit Nahrung.

Ein einziger Zigarettenfilter vergiftet 1000 Liter Wasser. Das giftige Nikotin hat sich bereits nach einer halben Stunde in einer Pfütze gelöst. Gelangt es in Gewässer, z.B. über die Entsorgung über Toiletten und Gullis oder mit dem Regenwasser, ist es für kleine Wassertiere tödlich.

7000 Giftstoffe enthalten die Kippen, darunter Arsen, Blei, Cadmium, Benzol und natürlich besonders das Nervengift Nikotin.

Auch wenn Zigarettenfilter wie Watte aussehen, sie bestehen aus Kunststoff, der zu Mikroplastik zerrieben wird und nicht mehr aus der Umwelt entfernt werden kann. Dieses Celluloseacetat ist mittlerweile sogar schon im arktischen Meerwasser nachgewiesen worden.

Bei ihrer Suche haben die Umweltagenten sogar im Abholbereich vor der Schule zahlreiche Zigarettenkippen gefunden.

Die Kinder wissen, dass Kippen auf keinen Fall auf den Weg oder in die Gullis gehören. Sie wünschen sich, dass alle Raucher stattdessen die kleinen Taschenaschenbecher  benutzen. Das macht wenig Aufwand, ist sauber, und gut für unsere Umwelt.

Schneebälle waren bei der BUND Mai Aktion begehrt

Als die BUND Mitglieder am Freitag ihren Stand auf der Wiese des Nikolausklosters aufbauten, wurden sie schon von einigen Interessierten an dem gewöhnlichen Schneeball erwartet. Sehr erfreut waren die Umweltschützer*innen über den großen Anklang. Neben vielen Gesprächen über Gartengestaltung hatten alle mitgebrachten Sträucher schon bald einen Gartenplatz gefunden. Wegen der großen Nachfrage mussten sogar noch Sträucher nachbestellt werden.

Gärten sind wichtige Trittsteinbiotope für die Natur, wenn sie naturnah gestaltet werden. Schon die Jugendorganisation des BUND Jüchen, die BUNDSpechte,  hatte diesen Aspekt zu einem ihrer Themen gemacht, und mit dem Projekt Geliebte Wildnis Pflanzen, die Insekten Nahrung bieten, für Gärten verteilt. Daran knüpft die aktuelle Aktion an. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf einheimischen Sträuchern. In fast jedem Garten sind zumindest einige Sträucher eingeplant. Werden hier anstelle von Kirschlorbeer und Lebensbäumen einheimische Arten gepflanzt, gewinnt der Garten durch Blüten, Früchte, und oft auch schöner Herbstfärbung. Blüten und Früchte sind Nahrung für viele Tiere. In unserer Umgebung mit großen Agrarflächen, Straßen, versiegelten Wohn- und Industrieflächen, fehlen diese Sträucher. Hier können Gärten mit der richtigen Pflanzenauswahl ganz nebenbei eine wichtige Funktion für die Artenvielfalt übernehmen.

Um die Aufmerksamkeit auf einheimische Sträucher zu lenken, hatte der BUND Jüchen den Strauch des Jahres 2025, den gewöhnlichen Schneeball, ausgesucht. Den Titel Strauch des Jahres vergibt der Verein Heckenretter.

Der gewöhnliche Schneeball wird etwa 4 m hoch, bevorzugt sonnig bis halbschattige Standorte, die eher etwas feuchter liegen. Mit seinen Flachwurzeln kommt er aber auch mit vorübergehenden Trockenperioden zurecht. Als Pflanze, die viel Wasser aufnehmen und abgeben kann, zählt der gewöhnliche Schneeball zu den sogenannten pumpenden Gehölzen, was bei Starkregenereignissen oder in feuchten Senken hilfreich ist. Er wird auch Wasserholler genannt.

Die Blütendolden des gewöhnlichen Schneeballes sind weiß und tellerförmig. Viele Insekten besuchen die Blüten von Mai bis Juni. Ab September schmückt sich der Strauch dann mit glasig rot leuchtenden Früchten, die für uns Menschen roh giftig sind. Vor allem in Osteuropa werden die Früchte aber nach dem Frost zu Gelee und Saft verarbeitet. Ihr Vitamin-C- Gehalt soll das zehnfache von Orangen haben.

Im russischen Lied Kalinka wird das Schneebällchen besungen, im ukrainischen Lied Oy U Luzi Chervona Kalyna, der Rote Schneeball.

            Im Herbst trumpft der Strauch dann nochmal auf, wenn sich seine ahornähnlichen Blätter auffällig rot färben.

Der BUND Jüchen hofft mit dieser Aktion einen Anstoß gegeben zu haben, bei der Pflanzenauswahl im Garten auch die Bedürfnisse der Tiere zu bedenken, indem zum Beispiel einheimische Gehölze bevorzugt und ungefüllte Blüten ausgewählt werden.

BUND Jüchen verteilt Strauch des Jahres, den gemeinen Schneeball

Interessierte, die in ihrem Garten einen Strauch des Jahres, den gemeinen Schneeball, pflanzen möchten, können sich eine Pflanze mitnehmen, wenn sie am Freitag, den 16.5.2025, 16 Uhr, in den Garten des Nikolausklosters kommen. Der BUND Jüchen wirbt hiermit für eine naturnahe Gartenbepflanzung, denn durch die richtige Pflanzenauswahl kann auch im heimischen Garten viel für den Artenerhalt getan werden.

An diesem Nachmittag freuen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Jüchen auch auf Gespräche über naturnahe Gartenbepflanzungen und zur Naturschutzarbeit in Jüchen.

Die Käferburg mit Käferkeller im Naturgarten des BUND Jüchen ist fertig

Am Freitag, den 9.5.2025 trafen sich die Mitglieder der Ortsgruppe Jüchen in ihrem Naturgarten, um dort aus Totholz eine Käferburg mit Käferkeller zu errichten. Tiere, die im und vom Holz leben, brauchen Totholz in verschiedenen Abbaustadien. Jede Art bevorzugt einen bestimmten Moderzustand oder auch eine bestimmte Baumart. Besonders selten ist stehendes Totholz geworden, das für viele Tierarten wichtig ist. In Mitteleuropa sind über 1000 verschiedene Arten in irgendeiner Phase auf Alt- und Totholz angewiesen. Leider ist Aufräumen und Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen gängige Praxis, selbst in Wäldern.

Da der BUND Garten noch im naturnahen Aufbau ist, ist vor Ort kaum Totholz vorhanden. Doch die BUND Ortsgruppe möchte auch diese Lebensräume vor Ort anbieten. Deswegen schleppten am Freitag die BUND-Mitglieder Holzstämme und Stämmchen verschiedenster Holzarten aus den eigenen Gärten nach Damm , um sie im BUND Garten als Käferburg mit Käferkeller zusammenzubauen und die Artenvielfalt zu fördern.

Nachdem ein Loch von etwa 1 m Durchmesser und 60 cm Tiefe gegraben wurde, stellten die Naturschützer*innen das Totholz senkrecht in die Grube, füllten mit Reisig, Holz- und Rindenschnitzeln auf und bedeckten alles anschließend mit einer Schicht Laub.

Nun darf das Holz mit Hilfe von Pilzen und Kleinstlebewesen in Ruhe vermodern. Je nach Vorlieben für Feuchtigkeit und Abbaustadium werden sich Käfer und ihre Larven vom Holz oder von den Pilzen ernähren, Wildbienen in den Hohlräumen brüten, oder Tiere einfach nur Schutz in den Lückenräumen finden. Besonders schön für die Aktion wäre es natürlich, wenn sich auch große Holzkäfer, wie Bock- und Prachtkäfer, in Damm einfinden würden.

Der BUND Jüchen ruft alle Gartenbesitzer*innen dazu auf, beim Artenschutz mitzumachen und auch im eigenen Garten an geschützten Stellen Holz liegen zu lassen, sowie den ein oder anderen abgestorbenen Strauch und Baum stehen zu lassen. Totholz ist Lebensraum, der zu interessanten Beobachtungen einlädt. Wie faszinierend wäre es doch, Vögel in einer natürlich entstandenen Baumhöhle bei Brüten zu beobachten.

Bauprojekt Käferburg und Käferkeller

Wir bauen in unserem Dammer Garten am 9.5.2025 eine  Käferburg und Käferkeller.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Wer mitmachen will, meldet sich bitte unter bund.juechen@bund.net.

Mitgliederversammlung 25.3.25

Am Dienstag 25.3.25, um 18:30 Uhr, lädt die BUND Ortsgruppe Jüchen zu Ihrer jährlichen Mitgliederversammlung ein. An diesem Tag besteht die Gelegenheit, die Arbeit und die Mitglieder der Ortsgruppe kennen zu lernen. Auch das Schlafmausprojekt der BUND Gruppe wird mit Infos und einem kurzen Film über Gartenschläfer vorgestellt.

Seit dem Aufruf vor einem guten Jahr, Beobachtungen von Haselmäusen und Gartenschläfern zu melden, und dem überraschenden Nachweis von Haselmäusen in Jüchen, setzt sich die BUND Gruppe für den Schutz dieser seltenen Tiere ein und würde sich über Naturinteressierte freuen, die bei diesem Projekt in Jüchen mithelfen wollen.

 

Treffpunkt ist am Dienstag, im Martinus-Treff, Grevenbroicher Straße 32, in Bedburdyck.   

Kontakt

Luzie Fehrenbacher


E-Mail schreiben Tel.: 02182-5451

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