"Geliebte Wildnis" in der Gemeinde Jüchen
Auf dieser Seite stellen wir vor:
1. unsere Aktionen zur Förderung von Natur im Gemeindegebiet
2. ausgesuchte Naturräume im Gemeindegebiet
4 Meter breite Wildblumen-Wegrain neben Weide ausgesät
Auf 1000 qm säten die BUNDSpechte ihre Wegrain-Wildblumen in Jüchen hinter der Realschule aus, denn sie wollen die Wegraine Jüchens zum Erblühen bringen. An zwei Wegränder einer neuangelegten Pferdeweide hat die Gemeinde einen 4 m Wegrain zur naturnahen Gestaltung freigegeben. Zunächst musste die Breite abgemessen und dann der Boden mit einem Rechen glattgezogen werden, anschließend konnte dünn Grassamen und dann die wertvollen Wegrain-Wildblumensamen ausgesät werden. Zum Abschluss wurde alles noch einmal festgewalzt. Ein paar Tage später gab es dann auch glücklicherweise Regen, damit die Saat auch keimen konnte.
Jetzt heißt es abwarten, und beobachten, wie sich der Wegrain entwickelt und ab wann Wiesensalbei, rote Lichtnelke, Wiesenstorchschnabel, Flockenblume, Schafgarbe, Glockenblume und Margarite blühen.
BUNDSpechte wollen Jüchens Wegraine zum Erblühen bringen
„Wegraine Jüchens zum Erblühen bringen!“, das haben sich die BUNDSpechte 2010 für die Fortführung des Projektes „Geliebte Wildnis“ vorgenommen. Erster Einsatzort war Freitag der Wegrain neben dem Feld des Biobauern.
Damit die Wildblumen zwischen den dichten Grasbüscheln überhaupt eine Chance zum Anwachsen haben, mussten die BUNDSpechte zunächst die Grassoden abstechen. Dann erst konnten sie die Wildblumenmischung in die aufgelockerte Erde aussäen. Das sommerlich-schöne Wetter am Freitag erleichterte den BUNDSpechte das doch sehr mühselige Graben im harten Boden. Bei der speziell zusammengesetzten Mischung aus Wildblumen wurde darauf geachtet, dass die Pflanzen an Wegrändern wachsen können und aus der Umgebung stammen, nämlich dem nordwestdeutschen Tiefland.
Blühende Wegraine sind in Jüchen selten. Für uns Menschen ist dadurch ein schöner Anblick im Landschaftsbild verloren gegangen. In der Vergangenheit sind die einheimischen Pflanzen zunächst auf diesen schmalen Streifen zurückgedrängt worden und haben sich an die schwierigeren Bedingungen angepasst. Aber heute werden sie selbst hier nicht mehr geduldet. Dadurch sind einige Pflanzenarten bereits gefährdet, und mit ihnen der Bestand der vielen Tierarten, die auf diese Pflanzen angewiesen sind.
Auch Tiere, wie Hase, Kiebitz, Rebhuhn, die auf den großen landwirtschaftlichen Flächen leben könnten, brauchen die Wegraine, um überleben zu können. Im artenreichen Wegrain finden sie Deckung sowie Kräuter als wichtige Bereicherung des sonst zu einseitigen Speisezettels.
Für die einheimischen Wildtiere und Pflanzen sind die wildblumenreichen Wegraine als Biotopvernetzung sehr wichtig, denn sie sind oft die einzigen Verbindungen zwischen den weit auseinander liegenden Lebensräumen. In ihrem Schutz können die großen Ackerflächen überwunden werden. Dies ist eine Voraussetzung, damit Arten langfristig überleben können.
Über Landwirte und Wegrain-Anlieger, die die Aktion der BUNDspechte und damit die Vielfalt Natur in Jüchen unterstützen wollen, würden sich die BUNDSpechte freuen. Wenn die Grassoden von artenarmen Wegrainen auf einigen Metern schon Mal abgeschoben wären, könnten die BUNDSpechte hier leichter aussäen. Die Umweltjugendgruppe hat mit Rücksicht auf die Landwirte darauf geachtet, dass in der Wildblumenmischung keine Brennnesseln, Disteln oder Winden enthalten sind.
Nun hoffen die BUNDSpechte, dass im Sommer an möglichst vielen Wegrainen z.B. Wiesensalbei, rote Lichtnelke, Wiesenstorchschnabel, Flockenblume, Schafgarbe, Glockenblume und Margarite blühen.

- Aussäen auf den Ausgleichsflächen in Jüchen

















