Gartenaktion
Informationen zur Aktion
Mit der Aktion „geliebte Wildnis“ soll die einheimische Natur gefördert werden. Dorfpflanzen, Wildkräuter protzen zwar meist nicht mit großen Blüten, doch ihre zarte Schönheit ist es sicher wert, genauer betrachtet zu werden. Die einheimischen Tiere können mit Zierpflanzen meist wenig anfangen, sie sind aber oft auf ganz bestimmte Wildkräuter angewiesen. Ohne Wild-Pflanzen verschwinden auch die Wild-Tiere.
Mit dem Projekt „Geliebte Wildnis“, das seit 2009 läuft, helfen die BUNDSpechte der Artenvielfalt in Jüchen auf die Sprünge. Dafür säen sie z.B. auf öffentlichen Flächen einheimische Wildblumen aus, 2009 auf den ökologischen Ausgleichsflächen der Gemeinde, 2010 u.a. an Wegrainen. Bei der Auswahl der Wegrain-Wildblumen wird besonders darauf geachtet, dass es sich bei den Samen um einheimische Wildblumen handelt, und diese von Sammlungen aus der Umgebung stammen.
Weil jeder mithelfen kann, haben die BUNDSpechte auch immer eine Aktion die Gartenbesitzer.
BUNDSpechte verteilen 100 Schmetterlingsflieder
Anfang Juni war es soweit, die BUNDSpechte werteten die Anfragen aus Anrufen, Mails und von den Listen aus, die in Geschäften im Jüchener Gemeindegebiet auslagen. Viele Jüchener Gartenbesitzer hatten das Angebot der BUNDSpechte genutzt und einen Schmetterlingsflieder für ihren Garten bestellt. Jetzt heißt es für die BUNDSpechte, 100 Schmetterlingsflieder zu verteilen. In Zweiergruppen bringen die BUNDSpechte die Schmetterlingssträucher zu den Gartenbesitzern. Die interessierten Jüchener erhalten zusätzlich noch Informationen zum Schmetterlingsflieder, zum naturnahen Garten, zu weiteren schmetterlingsfreundlichen Gartenpflanzen und über das laufende Projekt „Geliebte Wildnis“ der BUNDSpechte. Auch eine Tüte Schmetterlingsblumensamen ist dabei, und soll das Angebot für die Falter im Garten noch weiter erhöhen.
Gartenaktion 2010: Vom Preisgeld der BUNDSpechte: Schmetterlingsflieder in jeden Garten
Für die Gartenaktion haben die BUNDSpechte 2009 mit einem selbst entworfenen Bodenstecker und einem Schildchen dafür geworben, der Natur ein Stück des Gartens zur freien Gestaltung zu überlassen.
2010 wollen sie ihr Preisgeld einsetzen und damit gleichzeitig Natur und Gartenbesitzer unterstützen. Sie haben nach einer Gartenpflanze gesucht, die einerseits einen hohen Zierwert hat, andererseits aber auch möglichst vielen Tieren Nahrung bietet. Die Wahl ist dabei auf den Schmetterlingsflieder gefallen. Wie der Name verrät, lockt der Strauch im Sommer zahlreiche Falter, Bienen und Hummeln an.
Also eine win-win-Situation:
- Schmetterlinge, Hummeln und Bienen haben Nahrung,
- und die Gartenbesitzer einen schönen und duftenden Blütenstrauch, der zusätzlich noch durch die bunten Schmetterlinge aufgewertet wird.
Wenn Sie einen Schmetterlingsflieder gegen eine Schutzgebühr von 2 € haben wollen, schicken Sie bis zum 31.5.10 bitte eine Mail mit Name, Adresse und TelefonNr. an die BUNDSpechte.
Mail schreiben
Schmetterlingsflieder Buddleja davidii
Steckbrief
- blüht üppig von Juli bis Oktober;
- die fliederähnlichen Blüten duften;
- Blütenfarbe: weiß, gelb, lila, rot bis zu tiefviolett;
- der Strauch wird bis zu 4 m hoch;
- Standort: bevorzugt sonnig;
- Boden: leicht, durchlässig.
Pflege
- In den ersten Jahren ist der Schmetterlingsflieder noch etwas frostempfindlich (Boden abdecken), er wird aber mit den Jahren frostresistenter. Friert der Strauch zurück, treibt er aber im Frühjahr trotzdem meist wieder aus.
- Schnitt: Da der Strauch am einjährigen Holz blüht, sollte er im Frühjahr zurückgeschnitten oder auf den Stock gesetzt.
Es sollte dabei selbstverständlich sein, dass im Garten kein Gift angewendet wird, sonst wäre dieser Blütenstrauch nur eine tödliche Falle für die Schmetterlinge.
Schmetterlingsblumen
Den Boden etwas harken und lockern; Samen ausstreuen und andrücken.
Nektarpflanzen und Raupenfutter
Vorschläge für naturnahe Garten-Gestaltung
- einen Randbereich des Rasens ein Jahr lang gar nicht mähen, oder nur 1-2 mal im Jahr (ca. Juni, Oktober);
- einige Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis stehen lassen;
- Einen Randbereich an der Grundstücksgrenze nicht mehr harken, keine Stängel, Blätter entfernen; evtl. für Rotkehlchen, Zaunkönig, Igel einen Reisighaufen aufschichten....
- an einer sonnigen Stelle einen Steinhaufen locker mit Zwischenräumen errichten....
- an einer schattigen Stelle einen Steinhaufen/einen Holzstapel locker mit Zwischenräumen errichten (für Frösche, Kröten, Igel...);
- in einer Ecke Brennnesseln stehen lassen. Falls sie sich zu sehr ausdehnen, vor dem Zupfen nachsehen, ob Raupen (oder Puppen) an den Blättern sind. (Tagpfauenauge, Kl. Fuchs, Distelfalter, leben nur auf Brennnesseln);
- einen Sandhaufen ungestört lassen (Ameisenlöwe, Hummeln...);
- eine Lehmpfütze mit Wasser ungestört lassen (Schwalben brauchen Lehm zum Nestbau);
- Pflasterritzen nicht auskratzen;
- Mauerritzen mit losem Putz von Gartenmauern nicht mit Zementmörtel verfugen;
- Halme, alte Äste, Laub unter den Sträuchern und Bäumen liegen lassen. Einige Halme waagerecht an Regen-geschützten Standort legen für die kleinen Wildbienen und Wildwespen;
- kein Gift im eigenen Garten!
5. Teilnahme an der Ausstellung
Zum Abschluss bauten die BUNDSpechte eine Ausstellung zum Thema „Geliebte Wildnis“ im Rathaus auf. Vorgestellt werden
- schöne naturbelassene Bereiche in der Gemeinde Jüchen,
- eine Landkarte mit Vorkommen von „geliebter Wildnis“,
- Fotos von der Gartenaktion „geliebte Wildnis“.
Alle Teilnehmer waren deshalb aufgerufen, ihre persönliche Wildnis z.B. mit einem Foto vorzustellen (möglichst mit dem Aktionsschild).















