Hilfe für die weiße Rosskastanie

In Jüchen zählen Rosskastanien zu den wenigen, größeren Bäumen der Gemeinde. Die meist imposanten Bäume gehören zwar nicht zu den einheimischen Baumarten, doch ihr Blütenreichtum kommt den Insekten zugute, die Früchte sind Nahrung für Tiere und natürlich gern gesammeltes Bastelmaterial für Kinder. 

Leider verlieren viele der weißen Rosskastanien bereits im Sommer ihre Blätter durch den Befall mit Miniermotten. Die Raupen dieser  Mottenart fressen Gänge in die Blätter, was zum Braunwerden der Blätter und vorzeitigen Blattfall führt. Der Befall weitet sich immer stärker aus. Falsch wäre es, die kahlen Bäume zu fällen, denn die Bäume erholen sich wieder und treiben noch einmal aus. Es kann jedoch festgestellt werden, dass der Befall von Jahr zu Jahr stärker wird, und die Bäume  immer mehr geschwächt werden. 

Um die imposanten Bäume zu schützen, ist der BUND Jüchen aktiv geworden.

Die wirksamste Bekämpfung ist das Entfernen der abgefallenen Blätter, weil in ihnen die Motten überwintern. Neue Miniermotten können nur von anderen befallenen Bäumen wieder zufliegen. Da Miniermotten keine guten Flieger sind, lassen sie sich überwiegend passiv mit dem Wind verdriften. Hierdurch spielen beim Befall auch die Windverhältnis eine Rolle. 

Ist das befallene Laub zusammengerecht, sollte es möglichst heiß (40°C) kompostiert werden. Wer diese Temperaturen in seinem eigenen Kompostbehälter nicht sicher erreicht, sollte das Laub über die Biotonne entsorgen, denn nur in den großen Kompostieranlagen wird die nötige Temperatur erreicht, um den Schlupf der Miniermotten zu verhindern.

Normalerweise hat Laub einen hohen Nutzen, wenn es unter Bäumen und Sträuchern liegen bleibt. Es bietet im Winter für den Baum Wärmeschutz und über die verrotteten Blätter gelangen die Nährstoffe wieder in den Boden. Diese Nährstoffe fehlen den Bäumen und Sträuchern, wenn Laub entfernt wird. Eine Lage Kompost kann helfen, den Verlust zu ersetzen, wenn mehrere Jahre hintereinander das Laub entfernt werden muss.

Weitere Hilfe für die befallenen Bäume  ergibt sich durch die Förderung von Fressfeinden. Werden Meisen-Nistkästen in die befallenen Bäume gehängt, können die Vögel vor Ort die Miniermotten schnell und zahlreich abfangen. 

Die Miniermotten sind eingewanderte Schädlinge aus Ostasien, die hier bei uns keinen direkten natürlichen Feind haben. Mitte April schlüpfen die Motten und legen ihre Eier auf die Blätter der Rosskastanie. Dabei werden fast ausschließlich weiße Rosskastanien befallen. Nach ca. 2 Wochen schlüpfen die Raupen und bohren sich in die Blätter ein. Dort fressen sie, geschützt in Gängen, innerhalb der Blätter. Nach einigen Häutungen verpuppen sich die Raupen in den Blättern. 2-3 Generationen entwickeln sich im Laufe des Jahres. Die letzte Generation überwintert am Boden. 

Mithilfe: Um einen Überblick über den Befall der weißen Rossskastanien im Gemeindegebiet zu erhalten, und um den  Erfolg der Aktion überprüfen zu können, bittet der BUND Jüchen um Mithilfe. Dafür sind jetzt und im Herbst folgende Angaben interessant:

  • wo steht die Rosskastanie,
  • ist es eine weiße oder rote Kastanie,
  • seit wann ist der Baum befallen,
  • wurde das Laub entfernt, gibt es einen Meisen-Nistkasten,
  • haben Vögel im Kasten gebrütet?

Meldungen bitte per mail

Andere Kastanienkrankheiten:
Das Laubkehren verhindert eine Neuinfektion durch die Miniermotte und schützt gleichzeitig auch gegen die Blattbräune, eine Pilzerkrankung der Kastanie mit einem ähnliches Befallsbild. Gegen eine weitere Kastanienkrankheit, das tückische Bakterium Pseudomonas syringae, gibt es allerdings keine Therapie. Diese Erkrankung und das Absterben erfolgen hierbei innerhalb weniger Monate.

 

Plakat zur Kastanienhilfe

Miniermotte

Im Blatt ist die Puppe der Miniermotte im Gegenlicht zu erkennen

18. November 2016

Weitere Kastanie im Hilfsprogramm

Jeden Herbst nach dem Laubfall nehmen die BUNDSpechte und der BUND Jüchen eine weitere Kastanie in ihr Hilfsprogramm auf.

Die Laubkehr-Aktionen unter den drei großen weißen Rosskastanien in Aldenhoven, sowie unter der Kastanie an der Kirche in Aldenhoven hat für diese Bäume zu einer überzeugenden Genesung geführt. In den anschließenden Sommern war kein merkbarer Befall mehr mit der Kastanienminiermotte zu verzeichnen. Die Bäume standen im satten Grün, ohne dass ein vorzeitiger Laubfall im Sommer sie geschwächt hätte. Die mühselige Arbeit hat sich gelohnt.

In diesem Herbst kam jetzt eine weitere weiße Rosskastanie in den Genuss, im nächsten Frühjahr ohne Befall mit der Miniermotte  starten zu können.

Die ausgewählte Kastanie steht an der K 25 zwischen Aldenhoven und Bedburdyck. Diese weiße Rosskastanie zeigte einen starken Befall mit der Kastanienminiermotte. Ihr Laub bestand schon im Sommer aus überwiegend verwelkten, braunen Blättern. Zwar schaffen es die Bäume häufig trotzdem noch einmal auszutreiben, aber der Kraftaufwand für einen erneuten Austrieb schwächt die Bäume  immer stärker.

Mit Laubbesen ausgestattet gingen BUNDSpechte und BUND am Freitag an die Arbeit. Unter der Laubkrone um den Fußfall herum, auf dem Feldweg, auf dem Radweg und dem Grünstreifen bis zur Kreisstraße war  das Kastanienlaub verweht worden und musste möglich gründlich beseitigt werden. Besonders mühselig: nur mit Handarbeit und einzeln konnten die Blätter aus dem Unterwuchs herausgepflückt werden.

Der BUND Jüchen hat sich mit dem Projekt „Hilfe für die weiße Rosskastanie“ das Ziel gesetzt, in unserer baumarmen Gemeinde Jüchen für den Erhalt der markanten, alten Bäumen zu kämpfen.  Besonders alleinstehende Kastanien können nachhaltig geheilt werden, wenn das befallene Laub beseitigt wird.

Wer eine befallene Rosskastanie im Garten oder vor der Haustür hat, kann auch hier einen Neubefall durch das Laubentfernen verhindern. Das Laub sollte aber in der Biotonne entsorgt werden, weil nur in den Kompostieranlagen die nötigen höheren Temperaturen erreicht werden, um die Kokons zu zerstören.

Wenn die Kastanie am Fußfall wie die Kastanien in Aldenhoven nächstes Jahr gesund über den Sommer kommt, kann eine weitere Rosskastanie in das BUND-Programm „Hilfe für die weißen Rosskastanien“ nachrücken.

 

8. Januar 2016

Nistkastensäubern

Damit die Meisen bei der Kastanienhilfe wieder gerne mitarbeiten, werden ihre Unterkünfte herausgeputzt
Der Winter ist dieses Jahr fast ganz ausgefallen, was auch die Vögel zu früherem Brutbeginn verführen könnte. Rechtzeitig haben deswegen die BUNDSpechte die Nistkästen „Reihenhaussiedlung Kastanienallee“ kontrolliert und gesäubert.

Anfang 2013 hatte der BUND und die BUNDSpechte Meisen-Nistkästen in die Rosskastanien gehängt, besonders viele in den Kastanien-Alleen in Hochneukirch und Jüchen. Durch das gute Wohnangebot sollten so möglichst viele Meisen angezogen werden und direkt vor ihrer Tür Kastanienminiermotten in großen Mengen vertilgen.

Damit auch dieses Jahr wieder möglichst viele Meisen in den Kastanienalleen brüten, wurden die Nistkästen kontrolliert und gereinigt. Bei dieser Aktion konnten die BUNDSpechte feststellen, dass etwa jeder 3. Nistkasten belegt war und so auch bestimmt zahlreiche Miniermotten in die hungrigen Schnäbel gelangt sind.

6. November 2015

Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Der BUND Jüchen setzt die Erfolgsgeschichte bei der Kastanienhilfe fort. Seit 2013 haben der BUND Jüchen und die BUNDSpechte in Aldenhoven das Laub unter den drei großen weißen Rosskastanien entfernt, um den Neubefall mit der Kastanien-Miniermotte zu verhindern. Diese Einsätze waren so erfolgreich, dass dieses Jahr das Laub hier nicht mehr entfernt werden muss. Bis in den Herbst hatten diese Kastanien vollständig ihr grünes Laub behalten, ganz im Gegensatz zu den vielen anderen Kastanien im Gemeindegebiet, die durch den  Befall mit der Kastanien-Miniermotte schon frühzeitig braun verfärbt waren und zum Teil auch vorzeitig das Laub verlorenen hatten.

Weil aber in der Nähe dieser drei Kastanien eine weitere weiße Rosskastanie steht, die stark mit der Miniermotte befallen war, haben sich die Umweltschützer entschlossen, das Laub auch unter der Kastanie an der Kirche zu entfernen. Dadurch wollen sie verhindern, dass von dieser Kastanie eine Neuinfektion auf die drei großen Kastanien übergehen kann.

Alle BUND Mitglieder  trafen sich am Freitag in Aldenhoven und entfernten unter Mithilfe der Anwohner  unter dem Baum und zwischen den Sträuchern das befallene Laub so gründlich wie möglich.

Die Kastanien-Miniermotten, die nur weiße Rosskastanien befallen, überwintern im Puppenstadium im  abgefallenen Laub.   Aus den Kokons schlüpfen dann im kommenden Frühjahr die Motten. Die Weibchen legen die Eier auf den Blätter ab. Kurz nach dem Schlupf graben sich die Raupen ins Blattgewebe ein und sind dort durch den Aufenthalt innerhalb der Blätter gut vor Fraßfeinden geschützt. Durch diese Miniertätigkeit wird das Blattgewebe zerstört, die Blätter sterben schließlich ab. Weil natürliche Feinde fehlen, nimmt der Befall von Jahr zu Jahr zu, die Bäume verlieren schließlich schon im Sommer ihr braun verfärbtes Laub. Europaweit führt der Befall von weißen Rosskastanien mit der Kastanien-Miniermotte zu frühzeitigem Welken und Laubfall. Auch in Jüchen sind viele Kastanien stark geschädigt und bieten im Sommer einen traurigen Anblick. Zwar schaffen sie es häufig noch einmal auszutreiben, doch der Befall schwächt die Bäume zunehmend. Der BUND Jüchen hat es sich zum Ziel gemacht, in unserer baumarmen Gemeinde Jüchen für den Erhalt der markanten, alten Bäumen zu kämpfen und hat das Projekt „Hilfe für die weiße Rosskastanie“ ins Leben gerufen.  Eine sehr wirksame Hilfe ist das Beseitigen des befallenen Laubes. Besonders alleinstehende Kastanien können so nachhaltig geheilt werden. Wie erfolgreich dies sein kann, zeigt das Beispiel der Aldenhovener Kastanien.

 

Der BUND Jüchen ruft dazu auf, auch unter den anderen befallenen Kastanien in der Gemeinde das befallene Laub zu beseitigen, und so den Bäumen zu einem besseren Start im nächsten Jahr zu verhelfen.

20. Dezember 2014

Nistkasten-Reinigen

Bei windigem und kühlem, aber trockenem Wetter fand am Samstag  die Aktion zum Meisenkasten-Reinigen in Hochneukirch, Jüchen und Aldenhoven statt.

Die Meisen-Nistkästen hatte die BUND-Gruppe im Frühjahr 2013 in den weißen Rosskastanien aufgehängt. Um die Kastanien-Miniermotte wirksam zu bekämpfen, spielt das Beseitigen des befallenen Kastanienlaubes zwar die Hauptrolle, aber auch Meisen können den Erfolg verstärken, wenn sie die geschlüpften Motten vertilgen, bevor diese ihre Eier auf den Kastanienblättern ablegen. Damit die Meisen zum entscheidenden Zeitpunkt direkt vor Ort sind, hatte die BUND-Gruppe in den Kastanien Nistkästen aufgehängt, und zwar Nistkästen für Kohlmeisen, als auch für Blaumeisen.

Bei der Kontrolle und Reinigung am Samstag konnte eine stolze Bilanz gezogen werden:

Von 25 Nistkästen waren 18 belegt, in zwei Kästen war außerdem eine Nestanlage begonnen worden. Der BUND hofft, dass auf dem Speiseplan reichlich Miniermotten gestanden hatten.

13. Dezember 2014

Kastanienlaub-Kehren in Aldenhoven

Damit sie die Hilfemaßnahmen für die weißen Rosskastanien in Aldenhoven noch vor Ende des Jahres abschließen können, trafen sich BUND Jüchen und die BUNDSpechte am Samstag, um das abgefallene Laub unter den Bäumen zusammenzurechen. Auch einige Aldenhovener unterstützten die Aktion tatkräftig.

Nach der ersten großen BUND-Laubfege-Aktion 2013 war der Befall der Kastanien mit der Kastanien-Miniermotte 2014 bereits erheblich vermindert. Die drei Kastanien haben ihr grünes Laub über den Sommer behalten, nur im unteren Bereich waren noch geschädigte Blätter zu verzeichnen.

 Damit sich der Befall nicht erneut aufbauen kann, wollten die Umweltschützer die Miniermotte möglich gründlich bekämpfen. Der dichte, dornige Unterwuchs unter den Aldenhovener Kastanien machte dies besonders schwierig. Deswegen hatte der BUND und die BUNDSpechte zum Zeitpunkt des Laubfalles steife Gewebenetze über die Sträucher gelegt, um die Blätter aufzufangen, bevor sie zwischen den dornigen Sträuchern unerreichbar verschwunden sind.

Am Samstag müsste so nur noch das Laub von den restlichen Flächen entfernt werden. In den 2 Stunden Arbeit kamen dann allerdings doch noch etliche Säcke Laub zusammen.

 

 

2. Oktober 2014

Kastanienhilfe in Aldenhoven

Ende letzten Jahres fand die BUND-Hilfsaktion für die weiße Rosskastanie zum ersten Mal in Aldenhoven statt. Unter den 3 Kastanien wurden die abgefallenen Blätter in einer Gemeinschaftsaktion von BUND, BUNDSpechten und Aldenhovener so weit möglich entfernt, um einen Neubefall mit der Kastanienminiermotte zu verhindern.

Die große Laubfege-Arbeit Ende letzten Jahres hat den Befall der Kastanien mit der Kastanienminiermotte bereits erheblich vermindert. So waren die Laubschäden dieses Jahr gering. Die drei Kastanien haben ihr grünes Laub im Sommer nicht vorzeitig verloren.

Damit sich der Befall nicht erneut aufbauen kann, soll die Miniermotte aber möglich gründlich bekämpft werden.

Leider stehen unter den Aldenhovener Kastanien dornige Sträucher. Deswegen war das Laub bei der letzten Aktion nicht überall erreichbar. Dieses Jahr sollen die Blätter aufgefangen werden, bevor sie zwischen den dornigen Sträuchern unerreichbar verschwunden sind.

Als Abdeckung wurde kein Vogelschutznetz verwendet, da sich dieses in den Sträuchern verhaken würde. Auch für Vögel und Tiere, die sich im Unterwuchs bewegen oder auf den Zweigen landen wollen, wäre die Gefahr groß, dass sie sich darin verfangen.

Das ausgewählte, grobmaschige und steife Maschengewebe wurde mit den Helfern nur lose auf den Sträuchern aufgelegt, es ist von den Tieren zu sehen und verhakt sich nicht in den dornigen Sträuchern.

Das Laub kann abgekehrt, abgefahren und bei den notwendigen, höheren Temperaturen kompostiert werden. Ist das gesamte Laub gefallen, kann die Abdeckung wieder abgenommen werden.

 

8. März 2014

Kastanienhilfe in Hochneukirch

Die Temperaturen mit 15 °C waren am Samstag schon fast sommerlich und für Aktivitäten im Freien ideal. Doch das ungewöhnlich warme Wetter ließ die BUND-Gruppe befürchten, dass sich auch der Schlupf der Miniermotten verfrüht, und deswegen auch die Kastanienaktion früher erfolgen sollte.

Im Spätherbst 2013 hatte die Gruppe bereits im vorderen Abschnitt der Peter-Busch-Straße um den Bahnhof das befallene Kastanienlaub  entfernt. Jetzt sollte vor dem Austrieb noch das restliche Laub entfernt werden.

Auch wenn die BUND-Gruppe eigentlich auf Hilfe von den Hochneukircher Vereinen gehofft hatte, konnten sie um die Mittagszeit die Arbeit  erfolgreich abschließen: geschätzte 5 Kubikmeter Laub hatten sie zum Sammelplatz gebracht. Sie hoffen nun, dass die Bäume nur noch einen geringen Befall verkraften müssen und voll belaubt bis in den Spätherbst kommen. 

 

Dez. 2013 vor dem Seniorenheim
Dez. 2013 auf der Peter-Busch-Allee
Nov. 2013 vor dem Bahnhof
März 2014 aus den gefundenen Ästen wird ein Unterschlupf gebaut
7. Dezember 2013

Große Laub-Aktion in Aldenhoven

Treffpunkt für die BUND-Aktion am Samstag war an den drei Kastanien in Aldenhoven. Alle Helfer gingen zunächst von einer nur kurzen Aktion aus, denn es schien  nicht mehr viel Laub unter den drei mächtigen Kastanien in Aldenhoven zu liegen.  Der BUND Jüchen hatte zu der Aktion aufgerufen, um möglichst alle Kastanienblätter zu entfernen, denn die Kastanien-Miniermotten überwintern in den Blättern am Boden. Im kommenden Frühjahr schlüpfen daraus die Miniermotten und befallen dann erneut die Bäume. Die vielen Fraßgänge der Miniermotten-Raupen führen zum Welken der Blätter. Bei stärkerem Befall verlieren die weißen Rosskastanien schon im Sommer ihr komplettes Laub. Die Bäume können zwar noch einmal austreiben, doch der zunehmende Befall schwächt die Kastanien immer mehr.  Weil natürliche Feinde fehlen, die die Miniermotten kontrollieren können, wird der Befall von Jahr zu Jahr stärker. Einziges gut wirksames Mittel ist das Entfernen des befallenen Laubes.

Der Befall mit Miniermotten ist bei den Kastanien in Aldenhoven noch nicht so extrem wie z.B. in Jüchen oder Hochneukirch. Werden aber, wie in Aldenhoven, Hilfsaktionen frühzeitig durchgeführt,  kann ein Neubefall der Bäume auch mit größeren Erfolgsaussichten eingedämmt werden.

Schon im Vorfeld hatte freundlicherweise Maria Hermes in der Nachbarschaft die Zettel verteilt, mit denen der BUND über die anstehende Aktion informierte. So waren dann am Samstag zur BUND-Aktion auch Aldenhovener gekommen, denen der Erhalt der Rosskastanien am Herzen liegt.

Schnell zeigte sich am Samstag, dass sich die größten Laubmengen zwischen den Bodendeckern und den dornigen Ästen der Sträucher verfangen hatte. Gerade dieser Umstand machte die Arbeit auch besonders schwierig. Dank der vielen Helfer konnte die Arbeit aber trotzdem mit gutem Ergebnis gemeistert werden. Die stolze Bilanz am Ende der Samstagsaktion: 30 Säcke Kastanienlaub hatte die Gruppe aus den Bodendeckern und Sträuchern herausgeholt. Während der Aktion wurden auch die ersten Überlegungen für das nächste Jahr angestellt. Hauptproblem ist dabei, wie die befallenen Kastanienblätter eingesammelt werden können, bevor sie zwischen den dichten und dornigen Sträuchern und Bodendeckern verschwunden  und dann nur sehr schwer erreichbar sind. 

13. April 2013

Großes Laubsammeln

Am letzten Wochenende war noch einmal großer Einsatz für die weißen Rosskastanien von der BUND-Gruppe gefordert. Nachdem die BUND Gruppe festgestellt hatte, dass das Laub unter den Kastanien im Herbst nicht entfernt wurde, war aufgrund des starken Befalls im letzten Jahr zu erwarten, dass extrem viele Miniermotten im Boden überwintert haben. Bei den steigenden Temperaturen musste jetzt damit gerechnet werden, dass auch entsprechend viele Kastanien-Miniermotten schlüpfen und einen starken Neubefall hervorrufen.

Dies konnte nur noch durch einen kurzfristigen Einsatz verhindert werden. Hierbei musste das Laub noch Anfang April beseitigt werden.  In einer großen Gemeinschaftsaktion der BUND-Ortsgruppe und der BUNDSpechte konnten die riesigen Mengen Laub zusammengerecht  und auf Anhänger getragen werden. Die Anhänger mit dem Kastanienlaub werden von der Gemeinde zur Kompostieranlage gefahren, wo genügend hohe Temperaturen herrschen, um einen Schlupf der Miniermotten zu verhindern.

Nachdem das Laub, - so gut es möglich war-, unter den Bäumen beseitigt wurde, können nun die Temperaturen getrost steigen. In Kürze werden auch die Rosskastanien austreiben und blühen.

Die BUND Gruppe hofft, dass der Befall durch die Hilfsmaßnahmen stark verringert ist und die weißen Rosskastanien dadurch gestärkt in die nächste Wachstumsphase gehen können.

16. März 2013

Die ersten Meisen-Kästen hängen

Samstag war eine große gemeinsame Aktion der Ortsgruppe und der BUNDSpechte in Hochneukirch angesagt. Von den Meisen-Nistkästen, die der BUND Jüchen und die BUNDSpechte in den letzten Tagen gebaut hatten,  wurden zahlreiche Kästen in die weißen Rosskastanien auf der Peter-Busch-Straße in Hochneukirch und auf der Kelzenberger Straße in Jüchen gehängt. Diese Alleebäume waren in den letzten Jahren besonders stark von der Miniermotte befallen. Die Miniermotten überwintern in den Blättern am Boden und befallen im Frühjahr die Bäume aufs Neue. Nun sollen die Meisen den Befall einschränken. Damit sie direkt vor Ort sind, wenn die Miniermotten schlüpfen und die Eier auf die Blätter legen, werden den Meisen hier Wohnorte  angeboten. 

 

 

 

7. März 2013

Nistkästen für die weißen Rosskastanien

Ende 2011 hatte der BUND Jüchen nach einer Bestandsaufnahme dazu aufgerufen, abgefallene Blätter der weißen Rosskastanien aufzusammeln und zu vernichten, um so wirksam einen Neubefall aus den am Boden überwinternden Motten zu verhindern. Diese Methode ist sehr effektiv und sollte bis auf Weiteres jährlich wiederholt werden. 

Um den alten Baumbestand zu erhalten, will der BUND Jüchen den Rosskastanien dieses Jahr weitere Hilfe zukommen lassen, und zwar mit der Förderung von Fressfeinden der Miniermotte. Meisen sind während der Brutphase besonders eifrige Insekten-Sammler. Auch wenn die Meisen überwiegend im unteren Stammbereich nach Nahrung suchen, ist ihre Aktivität sinnvoll, denn auch der Befall beginnt im unteren Laubkronenbereich und setzt sich dann noch oben fort.

Die BUND Ortsgruppe und die BUNDSpechte haben jetzt Anfang März Nistkästen in großer Anzahl gebaut. Die Kosten für das Bau-Material hat freundlicherweise das Gemeinschaftswerk NUN des Rhein- Kreis-Neuss  übernommen. Nun müssen die Kästen noch aufgehängt werden. Vorrangig sollen die besonders stark befallenen Rosskastanien am Bahnhof in Hochneukirch und in Garzweiler berücksichtigt werden. Die restlichen Kästen werden dann nach und nach in weitere befallene Rosskastanien gehängt. 

19. November 2011

Befallenes Kastanien-Laub aufsammeln

weiße Rosskastanie in Aldenhoven, April 2009

Die Blätter sind fast alle gefallen. Jetzt ist die richtige Zeit, um für die weiße Rosskastanie aktiv zu werden.
Imposant stehen sie meist an exponierten Stellen: die Ross-Kastanien. Auch in einigen Dörfern in der Gemeinde Jüchen sind sie auf Dorfplätzen, an Wegkreuzen, Straßen, auf Wiesen und in Gärten zu finden und bieten im Frühjahr mit ihren kerzenförmigen Blüten einen umwerfenden Anblick. Besonders für Kinder gehört das Kastanien-Sammeln im Herbst zum festen Jahresprogramm. Früchte und Blüten der Kastanien sind Nahrung für viele Tiere.
Doch in den letzten Jahren verlieren immer mehr weiße Rosskastanien früh im Herbst oder auch schon im Sommer ihr Laub. Schuld trägt die Kastanien-Miniermotte, die sich von Bayern und Baden-Würtemberg nach Norden ausgebreitet hat. Sie ist auf die weiße Ross-Kastanie angepasst. Ein Befall der roten Rosskastanie ist extrem selten.
Anfangs sind in den Blättern einzelne Gänge als Linien zu erkennen. Diese werden im Laufe des Jahres zahlreicher und verfärben sich schließlich bräunlich; später im Jahr verfärbt sich das ganze Blatt und fällt ab. Der Baum sieht krank aus. Typisch ist, dass sich der Befall von unten nach oben in die Baumkrone aus breitet.
Einige Bäume wurden schon gefällt, weil die Besitzer glaubten, wenn die Kastanie bereits im Juli Blätter verliert, könnten andere Bäume mit der „Krankheit“ angesteckt werden oder der Baum könne nicht mehr gerettet werden. Doch die Kastanie übersteht den Befall und treibt nach einem Blattfall im Sommer wieder neu aus.
Trotzdem fehlen der Kastanie auf Dauer die Nährstoffe, die sie in den grünen Blättern erzeugt hätte. Da der Befall von Jahr zu Jahr meist zunimmt, wird der Baum dadurch auch immer stärker geschwächt.
Deswegen ruft der BUND die Bürger auf, den weißen Ross-Kastanien zu helfen.
Am wirkungsvollsten ist ein einfaches Mittel: das Laub muss entfernt werden.
Ein erneuter Befall im nächsten Jahr kann dadurch eingedämmt werden, denn die Puppen der letzten Generation der Miniermotten überwintern in den Blättern. Mit dem Laub werden die Miniermotten entfernt. Neue Miniermotten können nur von anderen befallenen Bäumen wieder zufliegen. Da Miniermotten keine guten Flieger sind, lassen sie sich überwiegend passiv mit dem Wind verdriften. Hierdurch spielen beim Befall auch die Windverhältnis eine Rolle.

Um einen Überblick über den Befall der weißen Ross-Kastanien im Gemeindegebiet zu erhalten, ruft der BUND Jüchen dazu auf, Standorte von weißen Ross-Kastanien zu melden.



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