Wald

Jüchen ist die waldärmste Gemeinde in einer der waldärmsten Regionen Deutschlands. Bäume sind extrem wertvoll, da sie vielfältige Funktionen erfüllen: Landschaftselement, Lebensraum, Klimapuffer, Sauerstoffspender und CO2-Speicher, Staubfilter, Schattenspender, Windbrecher, Bodensicherung. Trotzdem genießen Bäume in Jüchen keinen besonderen Schutz.

 

Frage: Welches sind Ihre konkreten Ziel zur Baum- und Waldvermehrung (in % Waldfläche, Hektar Wald oder Anzahl neu gepflanzter Bäume)?

 

Frage: Wie schützen Sie die vorhandenen alten Bäume?

CDU

Zum Thema Wald erlauben wir uns den Hinweis, dass die Jüchener Böden zu den fruchtbarsten der Welt gehören. Eine erhebliche Waldvermehrung in Jüchen halten wir deshalb angesichts der globalen Ernährungssituation für nicht sinnvoll, ausgenommen an Bachläufen, Eisenbahntrassen etc.

Zum Schutz der vorhandenen Bäume empfehlen wir diese nicht abzuholzen. So verfahren wir auch mit gemeindlichen Flächen.

SPD

1. Zusätzliche Maßnahmen der Aufforstung (bisher z.B. Bürgerwäldchen Jüchen, Riga-Wald, Stessener Wäldchen, geplante Maßnahmen im Braunkohle-Rekultivierungsgebiet) sollen sich in das Waldvermehrungsprogramm und den Landschaftsplan des Rhein-Kreises Neuss einfügen. Eine Zusammenschau der gegenwärtigen Planungen soll Ausgangspunkt für eine revidierte Zielplanung (Verdoppelung des heutigen Baumbestands) in der Gemeinde sein.

2. Der Baumbestand ist nach Regeln, die vorgegeben sind und nach Erfahrung ergänzt werden, von der Verwaltung zu überwachen: z.B. Bewässerung und Beschnitt bei Neuanpflanzung, Bestandserhaltung, Bestandskontrolle (Baumkataster).

FDP

Wir fordern eine großzügige Aufforstung entlang der Bachtäler (Jüchener Bach, Kelzenberger Bach, Kommer Bach), wie auch ein nachhaltiges Programm zur Waldvermehrung. Bestehende Waldgebiete sind zu erhalten und zu pflegen, da diese unter Klimaaspekten eine wichtige Rolle spielen, aber auch als Naherholungsgebiete zur Lebensqualität in der Gemeinde beitragen.

FWG

Antwort 1: Wir wollen überprüfen lassen, wo noch eine Baum- und Waldvermehrung auf gemeindeeigenen Grundstücken und Plätzen möglich ist. Der Ausbau von Bürgerwäldchen soll forciert werden. Grundsätzlich soll auch für die Baugebiete, wo ein ökologischer Ausgleich nicht gefordert ist, ein entsprechender Ausgleich freiwillig geschaffen werden, wie wir es für den Bahnhof Hochneukirch bereits gefordert hatten.

Antwort 2: Wir streben die Einführung einer Baumschutzsatzung an.

Bündnis 90/Die Grünen

Im Jahre 2003 haben wir die Initiative “ Bürgerwäldchen “ in Jüchen aus der Taufe gehoben. Ein Projekt, das direkt gut angenommen wurde und in diesem Jahr sogar Nachahmer gefunden hat.

Es gilt in der nächsten Legislaturperiode zu prüfen, inwieweit eine Baumschutzsatzung in Jüchen umzusetzen ist und ob sie von den Bürgern angenommen wird.

Außerdem möchten wir über das Augleichs- Flächen Kataster zusammenhängende Räume finden und als natürliche Freiräume ausweisen. ( Motto – für jeden entfernten Baum oder Strauch müssen zwei gleichwertige Gewächse angepflanzt werden ).

So können wir auch die Artenvielfalt erhalten – vielleicht sogar neue hinzugewinnen.

DieLinke

Um den vorhandenen Baumbestand besser zu schützen, setzen wir uns für eine "Baumschutz-satzung" ein. Die ländlichen Ortsteile der Gemeinde sind zu erhalten. Wir lehnen weitere Baugebiete ab. Wir wollen zusammenhängende Schutzräume errichten. Des Weiteren streben wir an, dass die Gemeinde langfristig zusätzliche Flächen zur Renaturierung erwirbt. Die ursprüngliche ländliche Struktur unserer Gemeinde ist zu erhalten. Durch spezielle Förderprogramme, sollen auch unsere Mitbürger animiert werden, ihre Grundstücke naturnah zu gestalten. Eine bessere Informationspolitik ist dringend notwendig.



Schmetterling des Jahres 2012

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