Klima

Die Klimaveränderung macht sich schneller als angenommen bemerkbar. Vor den Folgen (Unwetter, extreme Hitze, Trockenheit, Überschwemmung, Wolkenbrüche, Hagel, Sturm/Orkan) muss eine Kommune ihre Bürger nach bestem Ermessen schützen. Möglichkeiten sind:

- Grüngürtel um die Ortschaften aus Bäumen, Sträuchern und Obstwiesen, die den Wind abschwächen und zum Temperaturausgleich führen;

- Überschwemmungswiesen, Tümpel, Förderung von Regenwassersammlung;

- Bepflanzungen von Straßen, Wegen und öffentlichen Plätzen mit Bäumen und Sträuchern als Windschutz, Schattenspender, Temperaturpuffer und Staubfilter.

 

Frage: Was planen Sie konkret in Jüchen als Schutzmaßnahmen?

CDU

Die von Ihnen zu dieser Frage aufgeführten Möglichkeiten des Klimaschutzes greifen ja auch in andere Bereiche Ihres Fragenkataloges ein und müssen mit den Antworten dort gemeinsam betrachtet werden. Was die Grüngürtel um unsere Ortschaften und die Bepflanzung von Wegen und Straßen angeht, sind hier natürliche Grenzen gesetzt: einmal sind diese Flächen fast ausschließlich in Privatbesitz oder treffen auf wenig Gegenliebe bei unseren Landwirten.

Wie in der Vergangenheit werden wir auch in der Zukunft Anreize bei den Gebühren für die Rückhaltung von Regenwasser schaffen, Begrünung von Regenrückhaltebecken und öffentlichen Flächen sowie die Mäandrierung von Teilen des Jüchener Baches betreiben.

SPD

Häufungen von Regenfällen jenseits von 15-Jahres-Ereignissen haben bereits zu technischen Maßnahmen des Abwasserbetriebs geführt (Kelzenberg, Am Fusseloch/Neu-Holz) und werden nach Bedarf fortgesetzt. Die Notwendigkeit, Straßen, Plätze und Ortsränder etc. zu bepflanzen, trifft sich hier mit anderen Fragestellungen und ist in einem detaillierten Plan zu entwickeln und fortzuschreiben.

FDP

Die FDP fordert großzügiger bemessene Ausgleichsmaßnahmen bei Eingriffen in die Natur, wie den Braunkohletagebau Garzweiler II, wie auch bei Ausgleichmaßnahmen infolge der Gemeindeentwicklung (Wohnbau- und Gewerbeflächen). Diese sind so umzusetzen, dass sie nicht nur die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger aufwertet, sondern gleichzeitig

Schutzfunktionen übernehmen.

Aber auch die Eigenverantwortlichkeit der Bürgerinnen und Bürger kann zum Klimaschutz beitragen. So kann jeder durch ausreichende Sickerflächen für Regenwasser und Bepflanzungen im eigenen Garten seinen Teil zum Klimaschutz beitragen.

FWG

Nach Vorstellung der FWG sollen innerörtliche und ortsrandnahe Grüngürtel bzw. Bepflanzungen verstärkt in die Umsetzung städtebaulicher Maßnahmen Berücksichtigung finden. Den Hochwasserschutz erachten wir derzeit als ausreichend.

FWG

Klima und Energie, beides ist nicht voneinander zu trennen. Wir haben aber auf kommunaler Ebene Handlungsspielraum. Energieeffizienz ist eines unserer Konzepte, mit guten Chancen, umgesetzt zu werden. ( weniger Energieverbrauch = weniger CO2). Zudem hatten wir schon in mehreren Sitzungen die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden angemahnt. Hier lassen wir nicht locker und werden bei den anderen Parteien um die Umsetzung werben.

Bündnis 90/Die Grünen

Klima und Energie, beides ist nicht voneinander zu trennen. Wir haben aber auf kommunaler Ebene Handlungsspielraum. Energieeffizienz ist eines unserer Konzepte, mit guten Chancen, umgesetzt zu werden. ( weniger Energieverbrauch = weniger CO2). Zudem hatten wir schon in mehreren Sitzungen die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden angemahnt. Hier lassen wir nicht locker und werden bei den anderen Parteien um die Umsetzung werben.

Die Linke

Schutzmaßnahmen: Nach unserer Auffassung reicht es nicht aus, nur Ausgleichsflächen zu schaffen. Unsere Kommune gehört zu den waldärmsten in Deutschland. Wir müssen ZUSÄTZLICHE Flächen renaturieren und aufforsten. Dies geht u.M. nach nur mit Hilfe von sachkundigen Mitgliedern der Naturschutzverbände. Daneben muss die Gemeinde, alle in ihrem Besitz befindlichen Grundstücke (die nicht anderweitig schon verplant sind) entsprechend gestalten. Bei der Planung neuer Wohn- bzw. Gewerbeflächen, müssen mehr als bisher, die Belange des Umwelt- und Naturschutz berücksichtigt werden.



Schmetterling des Jahres 2012

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