Energie

Die fossilen Energievorräte (Erdöl, Kohle etc.) sind begrenzt. Die Energiegewinnung aus ihnen belastet durch ihre Emissionen die Umwelt, durch die CO2 –Produktion das Klima. Wie die aktuellen Störfälle zeigen, bürdet Atomenergie uns und auch noch vielen nachfolgenden Generationen unkontrollierbare Risiken auf.

Frage: Wie sorgen Sie in Jüchen für eine sichere, umwelt- und klimafreundliche
Energieversorgung (Förderung von erneuerbaren Energien)?

Frage: Werden Sie das Ziel „CO2-neutrale Gemeinde“ unterstützen?

Frage: Wie werden Sie für Energieeinsparung in öffentlichen Gebäuden, beim Fuhrpark
sowie in Privathaushalten und Gewerbe sorgen?

CDU

Wir als CDU verfolgen selbstverständlich das Ziel CO2-neutrale Gemeinde.

Für den Bereich der öffentlichen Gebäude ist die Verwaltung beauftragt, Energiesparmaß-nahmen anzuwenden und laufend den Stand der Technik anzupassen. Ebenso wird untersucht, ob Verträge von umwelt- und klimafreundlichen Energieversorgern unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte eine Alternative darstellen.

SPD

1. Die Energieerzeugung aus Biomasse ist weiter zu forcieren. Eine erste Initiative dazu wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Lediglich die beantragte Prüfung, das BHKW (Stadionstraße) mit Biomethan zu betreiben, hat bisher eine gewisse Erfolgsaussicht. Die Möglichkeit, in der Anlage Wanlo eine Vergärung vor die Kompostierung zu schalten (Geruchsminimierung, ökonomischere Nutzung von Abfällen), scheitert derzeit u.a. an der Betreiberstruktur.

2. Alle öffentlichen Gebäude sollen überprüft werden, ob Installationen zur Solarthermie oder Photovoltaik eingerichtet werden können, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren und eine Balance zur eigenen CO2-Emission zu erreichen.

3. Alle öffentlichen Gebäude werden in einem laufenden Programm durch die Energieagentur NRW auf Einsparmöglichkeiten überprüft. Für den Privatsektor (Haushalte, Gewerbe) sind Informationen (Flyer, Ausstellungen, Kontaktvermittlungen) zu organisieren. Dies gilt insbesondere bei der Entwicklung neuer Wohnbereiche.

FDP

Energie muss langfristig und zuverlässig zu Verfügung stehen. Einseitige Abhängigkeiten sind zu vermeiden. Erst vor kurzer Zeit veranstalteten FDP und Junge Liberale gemeinsam eine Informationsveranstaltung zum Thema "Solarenergie". Ein Beitrag zu klimafreundlicher Energie ist die Information über Möglichkeiten und Vorteile einer Nachrüstung des Eigenheimes. Weiter wäre auch eine Nutzung dieser Energiegewinnungsmöglichkeiten durch die Kommune wünschenswert.

Das Ziel der "CO2-neutralen Gemeinde" unterstütz die FDP im Rahmen der ökologisch und ökonomischen Kosten-Nutzen-Relation.

Wir setzen auf einen Energiemix und weitere Forschung im Bereich der Energiegewinnung, dies liegt allerdings nicht in kommunaler Entscheidungsgewalt. Eine rein auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung ist nach heutigem Standard nicht finanzierbar und unter diesem Aspekt kann vorerst auf Kernenergie nicht verzichtet werden. Weiteren Forschungen und Weiterentwicklungen in allen Bereichen der Energiegewinnung darf nicht entgegengewirkt werden.

FWG

Antwort: 1: Die FWG hat kürzlich eine Initiative zum Bau einer Bürger-Photovoltaik-Anlage auf einem öffentlichen Gebäude vorbereitet. Zudem streben wir eine klimafreundliche Energieversorgung und die Umstellung der gemeindlichen Stromversorgung auf Ökostrom an. Bei der Planung der Mensa werden jetzt auf Antrag der FWG Solarenergiegewinnung und Regenwassernutzung für eine Realisation geprüft.

Antwort 2: Schon in unserer Haushaltsrede 2007 haben wir uns als FWG als erste Fraktion im Gemeinderat in Jüchen für ein "Lokales Klimaschutzkonzept" stark gemacht. Derzeit erarbeitet eine Arbeitsgruppe in der FWG ein konkretes Handlungskonzept, dass bis Jahresende erstellt sein soll. Weiterhin streben wir die Einführung eines nachhaltigen, regionalen Beschaffungswesens an.

Antwort 3: Die FWG hat Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden mitgetragen. Zudem wollen wir den Einsatz der Kraftwärme-Kopplung in öffentlichen Gebäuden und Neubaugebieten forcieren. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingung ist eine Sensibilisierung von Privathaushalten und Gewerbe nicht mehr notwendig.

Bündnis 90/Die Grünen

Klima und Energie, beides ist nicht voneinander zu trennen. Wir haben aber auf kommunaler Ebene Handlungsspielraum. Energieeffizienz ist eines unserer Konzepte, mit guten Chancen, umgesetzt zu werden. ( weniger Energieverbrauch = weniger CO2). Zudem hatten wir schon in mehreren Sitzungen die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden angemahnt. Hier lassen wir nicht locker und werden bei den anderen Parteien um die Umsetzung werben.

DieLinke

Wir sind der Meinung, dass alle öffentlichen Gebäude daraufhin zu untersuchen sind, ob diese mit "Solaranlagen" versehen werden können. Auch müssen sämtliche gemeindeeigenen Immobilien auf ihre "Energieeffizienz" untersucht werden. Entsprechende bauliche Maßnahmen sind umgehend umzusetzen. Dies würde auch langfristig zur Senkung der Energiekosten führen. Auch sind alle elektronischen Geräte auf ihren Energieverbrauch zu untersuchen. "Energiefresser" müssen gegen neue sparsamere Geräte ausgetauscht werden. Viele Geräte laufen nach Feierabend auf "stand by-Modus". Dies verbraucht unnötige Energie. Wir möchten, dass die Mitarbeiter/innen der Verwaltung durch Schulungen für dieses Thema sensibilisiert werden. Ein(e) Mitarbeiter/in sollte hierfür Ansprechpartner sein ("Ernergie-Beauftragter).

Für Kurzstrecken, die die Bediensteten im Auftrag der Verwaltung zurücklegen müssen, können u.U. auch mit dem Fahrrad bewältigt werden. Der Fuhrpark sollte langfristig auf Fahrzeuge mit Hybrid- Antrieb umgestellt werden. Unnötige Dienstfahrten sind zu vermeiden. Eine weitere Alternative können Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb sein.

Bezüglich Gewerbe und Privathaushalte, sollte die Verwaltung eine "Informations- und Beratungsstelle" einrichten. Um auf Alternativen hinzuweisen und über Förderprogramme für Energiesparmaßnahmen zu informieren.



Schmetterling des Jahres 2012

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