Durch die intensive, ausgedehnte Landwirtschaft und die großen Siedlungsflächen gibt es in Jüchen keine ursprünglichen Naturräume mehr.
Frage: Wo werden Sie geschützte Flächen für Pflanzen- und Tierarten einrichten (Wildwiesen, Feldgehölze, Wälder)?
Frage: Wie werden Sie den Schutz/die Wiederansiedlung von heimischen Pflanzen- und Tierarten fördern?
An unseren Bachläufen und Regenrückhaltebecken legen wir geschützte Flächen an. Geschützt heißt dabei nicht, diese Flächen einzuzäunen. Auf gemeindlichen Flächen setzten wir uns für den Schutz und den Anbau heimischer Pflanzenarten ein, um heimischen Tierarten Lebensräume zu schaffen.
Die agrarisch genutzte Fläche der Gemeinde nimmt etwa drei Viertel der verfügbaren Gesamtfläche ein. Der Freiraum zur Anlegung besonders geschützter Flächen jenseits privater Initiativen ist nicht groß. Die Auen von Jüchener-, Kelzenberger- und Kommer-Bach zählen dazu und werden weiter entwickelt.
Durch die Erhöhung der landschaftlichen Strukturvielfalt, insbesondere durch Vernetzung verschiedener Biotope und ein nachhaltiges Programm zur Waldvermehrung, würde wichtiger Lebensraum für heimische Tierarten geboten werden. Hierfür setzt sich die FDP ein. Bereits bestehende Gebiete sind zu schützen. Die mittel- bis langfristige Einrichtung geschützter Flächen ist zu prüfen.
Antwort 1: Wir können nur in gemeindeigenen Gebieten geschützte Fläche einrichten. Das sind u.a. die Bürgerwäldchen sowie die renaturierten Bachauen.
Antwort 2: Die Wiederansiedlung heimischer, naturnaher Pflanzen und Sträucher ist Ziel bei der Planung und Umsetzung von geschützten Anpflanzungen. Wir sehen das als Voraussetzung dafür, dass vertriebene Tierarten wieder heimisch werden.
Im Jahre 2003 haben wir die Initiative “ Bürgerwäldchen “ in Jüchen aus der Taufe gehoben. Ein Projekt, das direkt gut angenommen wurde und in diesem Jahr sogar Nachahmer gefunden hat. Es gilt in der nächsten Legislaturperiode zu prüfen, inwieweit eine Baumschutzsatzung in Jüchen umzusetzen ist und ob sie von den Bürgern angenommen wird.
Außerdem möchten wir über das Augleichs- Flächen Kataster zusammenhängende Räume finden und als natürliche Freiräume ausweisen. ( Motto – für jeden entfernten Baum oder Strauch müssen zwei gleichwertige Gewächse angepflanzt werden). So können wir auch die Artenvielfalt erhalten – vielleicht sogar neue hinzugewinnen.