BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Aktionen zur Hennenhaltung

16. März 2012

Wo sind die Käfigeier versteckt?

Wo stecken die Eier der Käfighühner, wenn es in den meisten Geschäften keine Käfigeier als Frischeier zu kaufen gibt? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Osteraktion der BUNDSpechte gegen die Käfighaltung von Legehennen.

Nur noch wenige Geschäfte bieten Käfigeier an, weil sich die meisten Verbraucher in den letzten Jahren gegen die Käfigeier entschieden hatten. Bei verarbeiteten Lebensmitteln gibt es keine Vorschrift, die eine Angabe der Tier-Haltungsart vorschreibt. Auf Kosten der Hühner werden so in Lebensmitteln wie Nudeln, Gebäck und Soßen diese billigsten Eier aus Käfighaltung verarbeitet.

Für interessierte Kunden hatten die BUNDSpechte bei der Aktion im Rewe-Markt in Jüchen Listen mitgebracht, in denen nachgeschlagen werden konnte, welche Eier in der eigenen „Hausmarke“ verwendet wird.

- Liste des Tierschutzbundes: nach Haltungsarten
- Liste der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt: nach Lebensmittel

BUNDSpechte stellen sich hinter Ilse Aigner!

April 2011
„ Frau Aigner, wir stehen hinter Ihnen! - für ein Käfigverbot + Für ein Tierschutz-Label“ war auf einem der Plakate der BUNDSpechte während ihrer Osteraktion zu lesen. Wie in den letzten Jahren veranstalteten die BUNDSpechte Jüchen vor Ostern eine Aktion gegen die Käfighaltung von Legehennen. Dieses Jahr ziehen sie mit Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an einem Strang. Aigner hatte sich Anfang des Jahres dafür ausgesprochen, die Käfighaltung von Legehennen, auch die „ausgestalteten Käfige“, ganz zu verbieten und nur noch Bio-, Freiland- und Bodenhaltung zu genehmigen. Außerdem will sie ein Tierschutz-Label auf Produkten einführen, aus dem ersichtlich ist, wie die Tiere gehalten wurden.

Nach Schulschluss hatten die BUNDSpechte in der Rewe-Filiale einen Stand mit selbst gestalteten Plakaten und Informationsmaterial zur Hühnerhaltung aufgebaut sowie die beiden Käfige mit „Stoffhühnern“ und „menschlichen Puppen“ mitgebracht, um die Käfigsituation vorstellbar zu machen. Ausgerüstet mit dem Fragebogen sprachen die Jugendlichen die Kunden an und baten um die Meinungen zur Hühnerhaltung. Zusätzlich sammelten sie Unterschriften für einen Brief, den sie Frau Aigner schicken werden, um sie in ihren Plänen zu bestärken. Die Umsetzung dieser Pläne wäre auch für die BUNDSpechte eine mehr als überfällige Umsetzung des Tierschutzgesetzes, nach dem Tiere artgemäß gehalten werden müssen und ihnen kein vermeidbares Leid zugefügt werden darf. Die gleiche Meinung hatten auch 95% der Befragten geäußert, die die Käfighaltung von Legehennen als Tierquälerei bezeichnen.
In der Umfrage gaben 85 % der Kunden an, den Plan von Frau Aigner zu begrüßen, die Käfighaltung abzuschaffen und nur noch Biohaltung, Freilandhaltung und Bodenhaltung zuzulassen. 84% würden auch die Einführung eines Tierschutz-Labels begrüßen, mit dem erkennbar wäre, wie die Tiere gehalten wurden.

Können Verbraucher erkennen, wie die Tiere gehalten wurden, sind die meisten auch bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Viele Geschäfte bieten mittlerweile Käfigeier gar nicht mehr an und reagieren damit auf das geänderte Einkaufsverhalten. Dies zeigte auch die Umfrage der BUNDSpechte: nur noch 3,5 % der Kunden kauften noch Käfigeier, 23% aber Eier aus Bodenhaltung, 30% Freilandeier und 42% Bioeier, einige Befragte hatten sogar eigene Hühner.

Doch die Milliarden Käfigeier finden trotzdem den Weg zum Verbraucher, weil es für Eier in verarbeiteten Lebensmitteln keine Kennzeichnungspflicht gibt, und die billigeren Eier der Käfighühner hier unerkannt verarbeitet werden können. Erst eine Kennzeichnung auch für Eier in verarbeiteten Lebensmittel könnte über die Verbraucherentscheidung dann die Quälerei beenden. Nur in Bioprodukten ist schon heute klar, wie die Hühner gehalten wurden, denn hier dürfen auch nur Bioeier verwendet werden. Eine Kennzeichnung zur Herkunft der Eier auf Lebensmitteln wie Nudeln, Gebäck etc. wünschten sich 73 % der befragten Kunden.

Innerhalb von 2 Stunden hatten die BUNDSpechte neben den Umfragewerten auch weit über 100 Unterschriften von Kunden gesammelt, die sich dem Aufruf an Frau Aigner anschließen wollen, damit das Verbot der Käfighaltung auch durchgesetzt wird und das Tierschutz-Label eingeführt wird. Da anzunehmen ist, dass die Jüchener nicht viel anders denken als andere Verbraucher, ist der Wählerwille klar. Die Umsetzung des Tierschutzgesetzes und des Verbraucherwillens liegt nun in der Hand der Politik. Die BUNDSpechte hoffen nun, dass Frau Aigner diese Pläne auch im Sinne der Bürger durchführt und ein Schritt für mehr artgerechtes Leben der „Nutztiere“ erreicht wird.

 

26. März 2010

Osteraktion gegen Käfighaltung

Freitag war es wieder soweit: die BUNDSpechte starteten ihre Aktion gegen Käfighaltung im Rewe-Markt. In vielen Märkten, wie auch im Rewe-Markt werden keine Käfigeier mehr verkauft. Da für Eier in verarbeiteten Lebensmitteln keine Deklaration gefordert ist, werden aber hier die Eier der Käfighühner unerkannt verarbeitet. Nur Bio-Lebensmittel sind garantiert ohne Käfigeier hergestellt, denn es dürfen nur Bioeier verwendet werden.

Seit 2010 dürfen Hühner nicht mehr in den herkömmlichen Käfigen gehalten werden. Die neuen Käfige mit etwas kleinen Veränderungen werden „Kleinvoliere“, Hühner-WG oder als Gruppenhaltung bezeichnet. Jedem Huhn steht der Platz von nur etwa einem DINA 4 Blatt zu. Als „Nest“ gilt ein Stück Kunstrasen mit Plastikfolienvorhang, Scharren und Sandbaden müssen auf Kunstrasenstücken erfolgen, eine niedrige Stange dient als Sitzstange zum Schlafen. Niedrige Käfige, permanentes Dämmerlicht und die Enge verhindern die natürlichen Verhaltensweisen.

Um die Quälerei der Käfighaltung für die Tiere anschaulich zu machen, konnten diesmal die Rewe-Kunden die „Vorteile“ einer aufgebauten Hühner-WG ausprobieren. Wer dann noch den provokanten Werbungen folgen wollte, dem wurden die immer wieder frei werdenden 40 Millionen Plätze in der Hühner-WG empfohlen.

Besichtigung der WG durch einer Legehenne

Ergebnis: Das Huhn sagt: nein danke !!!!

27. März 2009

Heute schon ein Huhn glücklich gemacht?

Zum dritten Mal veranstalteten die BUNDSpechte ihre Osteraktion gegen Käfighaltung von Hühnern im Rewe Markt in Jüchen.

Eigentlich sollte die Käfighaltung ab 2007 verboten werden, doch leider gibt es bis 2012 eine Übergangsregelung durch „ausgestaltete Käfige“. „Käfig bleibt Käfig“, meinen die BUNDSpechte, auch wenn er geringfügig größer ist und mit kleinen Verbesserungen ausgestaltet ist; (Fotos unter "Haltungssysteme)

Deswegen überreichen die BUNDSpechte den Kunden gebastelte Papierhühner, die beim Einkauf daran erinnern sollen: Kein Ei mit der "3", denn die "3" steht für Käfighaltung.

Etwas schwieriger ist es bei der großen Menge Käfigeier für die Lebensmittelverarbeitung. Hier fehlt dem Verbraucher noch die Entscheidungsmöglichkeit, denn verarbeitete Eier müssen nicht gekennzeichnet werden. Einzige sichere Kennzeichnung ist das „Bio“-Siegel, denn in Bioprodukten dürfen auch nur Bio-Eier enthalten sein. „Käfigeier verstecken sich in Nudeln, Süßwaren, Saucen und Gebäck“ lautet deswegen auch die Überschrift auf einem der Poster, mit denen die BUNDSpechte die REWE-Kunden informierten. Nun hoffen sie, möglichst viele Menschen überzeugt zu haben,
- kein Ei mit der „3“ zu kaufen,
- generell öfters Bioprodukte zu wählen und
- weniger Eier zu verbrauchen (z.B. Nudeln aus Hartweizen kommen ohne Eier aus).

Die Frage „Heute schon ein Huhn glücklich gemacht?“ konnten zumindest einige Kunden mit „ja“ beantworten, als sie sich nach der Information zum Kauf von Eiern mit der „0“ oder „1“ überzeugen ließen.

Frohe Ostern auch für Hühner

Am 9.3.2007 und am 7.3.2008 veranstalteten die BUNDSpechte Jüchen jeweils eine Osteraktion im REWE-Markt Jüchen.

Jeder Kunde, der am Freitagnachmittag bei REWE in Jüchen einkaufen ging, bekam von den BUNDSpechten ein buntes Papierhuhn geschenkt. Sie wollten damit vor den Ostertagen daran erinnern, dass mit dem Kauf der Eiersorte über das Schicksal der Legehennen entschieden wird.

„Kein Ei mit der 3“ zu kaufen, war deswegen die Bitte der Umweltschützer, denn die „3“ steht für die Käfighaltung. Lob erhielten die Kunden, die Eier mit der „1“ oder „0“ kauften, denn hier leben die Hühner in Freilandhaltung, bei der „0“ sogar in ökologischer Freilandhaltung.

Auf Postern informierten die Umweltschützer außerdem über das Tierschutzgesetz, die Eierkennzeichnung, die verschiedenen Haltungssysteme und die Ansprüche an eine artgerechte Tier-Haltung.

 

 

Um das Gefühl für die Enge der Käfige zu vermitteln, hatten die BUNDSpechte zwei Käfige aufgebaut. In einem Legebatterie-Käfig waren 4 Stoffhühner eingepfercht, im zweiten Käfig kauerten 4 gleichgroße Stoffpuppen zusammen.

 

 

Dieses Käfighuhn hat es gut. Es ist aus dem Käfig raus und jetzt in guten Händen.

Aktion auf dem Markt in Hochneukirch

Oktober 2003

Am Welt-Tierschutztag hatten die BUNDSpechte auf dem Markt in Hochneukirch einen Informationsstand zur Legehennenhaltung aufgebaut. Sie überrreichten ein gebasteltes, buntes Papierhuhn und baten die Passanten, keine Eier aus Legebatterien zu kaufen.

Frage-Aktion im Rathaus zum Eierkonsum

März 2003

"Wieviele Eier verbrauchen Sie pro Woche?",
"Wissen Sie, was der Stempel auf dem Ei bedeutet?",
"Was halten Sie von Käfighaltung?",
"Wieviel mehr würden Sie für ein Ei aus Freilandhaltung zahlen?",
...das waren einige der Fragen auf den Bogen, die die Rathausbesucher beantworten sollten. Leider nahmen sich nur sehr wenige Rathausbesucher die Zeit, die Fragen zu beantworten.

Laut Umfrage lehnen über 90% der Bevölkerung die Käfighaltung der Hühner ab, aber über 90% der verkauften Eier kommen aus genau diesen Legebatterien. Nur mit der intensiven Haltung in Legebatterien konnte der Eierpreis über Jahrzehnte fast gleich gehalten werden. Die Hühner zahlen den Preis: ihr ganzes Leben verbringen sie auf einem Drahtgestell, das ihnen weniger Platz läßt als ein DIN A4 Blatt, keine Sitzstange, kein Boden zum Scharren und zum Staubbaden, kein Platz zum Eierlegen, ohne die Möglichkeit, einmal die Flügel zu strecken.

Ausstellung im Rathaus zur Hennenhaltung

September 2003

 

Im Foyer des Rathauses sind zwei Käfige aufgestellt, die die Größe der Käfige in Legebatterien haben. In einem sitzen eng gedrängt 4 Hühner. Im anderen 4 Puppen, um die Enge besser nachvollziehbar zu machen.

Auf einem hohen Stapel Eierkartons tront eine Henne. Immerhin legt eine Henne um die 300 Eier pro Jahr.

An den Wänden hängen 8 Poster
- zur Darstellung artgerechter Haltung,
- zur Geschichte der Hennenhaltung,
- zu den Unterschieden in den Haltungsarten,
- Aufrufe, die Herkunft des Eies zu bedenken,
- Darstellung des Tierschutzgesetzes,
- Aufruf, Verantwortung zu übernehmen.

In zwei Vitrinen findet der Besucher Informationen rund ums Eierlegen, Hühnerleben und Wirtschaftsfaktoren..

 

Quelle: http://www.bund-kreis-neuss.de/ortsgruppen/juechen/kein_ei_mit_der_3/aktionen_zur_hennenhaltung/