Gartenaktion
Informationen zur Aktion
Mit der Aktion „geliebte Wildnis“ soll die einheimische Natur gefördert werden. Dorfpflanzen, Wildkräuter protzen zwar meist nicht mit großen Blüten, doch ihre zarte Schönheit ist es sicher wert, genauer betrachtet zu werden. Die einheimischen Tiere können mit Zierpflanzen meist wenig anfangen, sie sind aber oft auf ganz bestimmte Wildkräuter angewiesen. Ohne Wild-Pflanzen verschwinden auch die Wild-Tiere.
Mit dem Projekt „Geliebte Wildnis“, das seit 2009 läuft, helfen die BUNDSpechte der Artenvielfalt in Jüchen auf die Sprünge. Dafür säen sie z.B. auf öffentlichen Flächen einheimische Wildblumen aus, 2009 auf den ökologischen Ausgleichsflächen der Gemeinde, 2010 u.a. an Wegrainen. Bei der Auswahl der Wegrain-Wildblumen wird besonders darauf geachtet, dass es sich bei den Samen um einheimische Wildblumen handelt, und diese von Sammlungen aus der Umgebung stammen.
Weil jeder mithelfen kann, haben die BUNDSpechte auch immer eine Aktion die Gartenbesitzer.
Über 70 Geißblätter verteilt
Wie schon in den letzten beiden Jahren haben die BUNDSpechte für ihr Projekt „Geliebte Wildnis“ Gartenpflanzen von ihren Preisgeldern finanziert und an interessierte Gartenbesitzer verteilt. Während sie 2010 einen Strauch, den Schmetterlingsflieder, ausgewählt hatten, entschieden sie sich 2011 für eine Kletterpflanze. Das Geißblatt oder auch „Jelängerjelieber“ verschönert mit seinen duftenden Blüten die Gärten und ist gleichzeitig eine wertvolle Nektarquelle für Schmetterlinge und Bienen. Da das Geißblatt besonders in den Abendstunden duftet, sind diesmal auch die oft vernachlässigten Nachtfalter berücksichtigt.
Interessierte Gartenbesitzer konnten sich in Liste eintragen, die im Gemeindegebiet ausgelegt worden waren, oder per Mail und Telefon melden.
In der letzten Woche waren die BUNDSpechte im Gemeindegebiet unterwegs, um die Geißblätter zu den Gartenbesitzern zu bringen. Mit der Kletterpflanze erhielten die Gartenbesitzer zusätzlich noch umfangreiches Informationsmaterial rund um das Thema „Naturnahe Gärten“ und das Projekt „Geliebte Wildnis“ der BUNDSpechte.
Einige der aufgesuchten Gartenbesitzer hatten schon im letzten Jahr bei dem Projekt „Geliebte Wildnis“ mitgemacht und einen der ausgeteilten Schmetterlingsflieder bekommen. So konnten die BUNDSpechte auch die hervorragend entwickelten Schmetterlingsflieder bewundern.
Gartenthema 2011: Duftendes Geißblatt
BUNDSpechte verteilen Duftendes Geißblatt
Wie im letzten Jahr wollen die BUNDSpechte von ihren Preisgeldern der Natur in Jüchen helfen. Für das Gartenthema im Projekt „Geliebte Wildnis“ haben sie wieder eine Pflanze ausgesucht, die sowohl für die Tiere als auch für die Gartenbesitzer ein Gewinn ist. So fiel letztes Jahr die Entscheidung auf den Schmetterlingsflieder, der einerseits ein blütenreicher Zierstrauch ist und anderseits eine wertvolle Nektarquelle besonders für Schmetterlinge ist.
2011 suchten die BUNDSpechte eine Kletterpflanze, die sowohl für den Garten als auch für die Natur einen Gewinn bedeutet. Außerdem sollten diesmal die oft vernachlässigten Nachtfalter berücksichtigt werden. Die Entscheidung ist auf die Kletterpflanze „Duftendes Geißblatt“ gefallen. Die Pflanze hat viele Namen. So wird sie auch „wohlriechendes Geißblatt“ oder „Jelängerjelieber“ genannt. Verbreitet ist das Geißblatt heute in fast ganz Europa. In Parks und Gärten ist es eine beliebte Zierpflanze, die aber auch verwildert in Wäldern vorkommt.
Da das duftende Geißblatt besonders intensiv in den Abendstunden duftet, ist es nicht verwunderlich, dass die nektarreichen Blüten gerne von Nachtfaltern besucht werden. Aber auch Bienen, Hummeln, Wespen und Schwebfliegen mögen den Nektar, während die Raupen des Tagfalters „Blauschwarzer Eisvogel“ von den Blättern fressen. Mit dem Geißblatt wächst eine hübsche und duftende Kletterpflanze im Garten und Falter sowie Vögel finden Nahrung. Zusätzlicher Gewinner sind die bedrohten Fledermäuse, die wiederum von den nachtaktiven Insekten leben.
Wer ein duftendes Geißblatt in seinen Jüchener Garten pflanzen möchte, sollte sich bis zum 17.6.2011 bei den BUNDSpechten melden (per Telefon, Mail oder über die Listen, die an den u.g. Orten ausliegen). Die BUNDSpechte sammeln die Anfragen und werden dann die Pflanzen zu den Gärten bringen. Für die Pflanzen wird eine Schutzgebühr 2 € erhoben, der Rest wird über das Preisgled der BUNDSpechte finanziert.
Hier liegen die Listen liegen: - Aldenhoven: Bäckerei Mattheisen; - Bedburdyck: Bäckerei Lenders; - Damm: Bäckerei Brass; - Garzweiler: Bäckerei Robertz; - Gierath: Lotto-Annahme Bouchra Selent; - Hochneukirch: Schreibwaren Weckauf; - Jüchen: Rathaus Bürgerbüro; - Neuenhoven/Schlich: Biobauernhof Essers; - Otzenrath: Otzenrather Apfelhof; - Wey: Landmarkt.
Die Kletterpflanze: Duftendes Geißblatt
(Wohlriechendes Geißblatt, Jelängerjelieber) Lonicera spec
Steckbrief
- anspruchslose Pflanze;
- in milden Winter behält sie die Blätter;
- je nach Sorte Blüte: Mai - Oktober;
- die Blüten duften besonders stark in den Abendstunden;
- Blütenfarbe: weiß, gelb, rosa bis rot, violett;
- die roten Beeren bleiben lange am der Pflanze und sind eine gute Vogelnahrung;
- die Kletterpflanze wird je nach Sorte 2 – 10 m hoch;
- Standort: sonnig, halbschattig (West oder Ost);
- Boden: nährstoffreich, frisch bis feucht.
Pflege
- Das Geißblatt braucht eine Kletterhilfe, z.B. einen Zaun, eine Pergola, ein Spalier.
- Der Wurzelbereich sollte vor Austrocknung geschützt werden, z.B. mit Bodendeckern oder Mulch.
- Schnitt: Der Strauch kann im Frühjahr oder nach der Blüte zurückgeschnitten werden.
Bei starker Verkahlung ist ein Rückschnitt vor dem Austrieb auch bis ins Holz möglich.
Es sollte selbstverständlich sein, dass im Garten kein Gift angewendet wird, sonst wäre diese Kletterpflanze nur eine tödliche Falle für die Tiere.
BUNDSpechte verteilen 100 Schmetterlingsflieder
Anfang Juni 2010 war es soweit, die BUNDSpechte werteten die Anfragen aus Anrufen, Mails und von den Listen aus, die in Geschäften im Jüchener Gemeindegebiet auslagen. Viele Jüchener Gartenbesitzer hatten das Angebot der BUNDSpechte genutzt und einen Schmetterlingsflieder für ihren Garten bestellt. Jetzt heißt es für die BUNDSpechte, 100 Schmetterlingsflieder zu verteilen. In Zweiergruppen bringen die BUNDSpechte die Schmetterlingssträucher zu den Gartenbesitzern. Die interessierten Jüchener erhalten zusätzlich noch Informationen zum Schmetterlingsflieder, zum naturnahen Garten, zu weiteren schmetterlingsfreundlichen Gartenpflanzen und über das laufende Projekt „Geliebte Wildnis“ der BUNDSpechte. Auch eine Tüte Schmetterlingsblumensamen ist dabei, und soll das Angebot für die Falter im Garten noch weiter erhöhen.
Gartenaktion 2010: Vom Preisgeld der BUNDSpechte: Schmetterlingsflieder in jeden Garten
Für die Gartenaktion haben die BUNDSpechte 2009 mit einem selbst entworfenen Bodenstecker und einem Schildchen dafür geworben, der Natur ein Stück des Gartens zur freien Gestaltung zu überlassen.
2010 wollen sie ihr Preisgeld einsetzen und damit gleichzeitig Natur und Gartenbesitzer unterstützen. Sie haben nach einer Gartenpflanze gesucht, die einerseits einen hohen Zierwert hat, andererseits aber auch möglichst vielen Tieren Nahrung bietet. Die Wahl ist dabei auf den Schmetterlingsflieder gefallen. Wie der Name verrät, lockt der Strauch im Sommer zahlreiche Falter, Bienen und Hummeln an.
Also eine win-win-Situation:
- Schmetterlinge, Hummeln und Bienen haben Nahrung,
- und die Gartenbesitzer einen schönen und duftenden Blütenstrauch, der zusätzlich noch durch die bunten Schmetterlinge aufgewertet wird.
Wenn Sie einen Schmetterlingsflieder gegen eine Schutzgebühr von 2 € haben wollen, schicken Sie bis zum 31.5.10 bitte eine Mail mit Name, Adresse und TelefonNr. an die BUNDSpechte.
Mail schreiben
Schmetterlingsflieder Buddleja davidii
Steckbrief
- blüht üppig von Juli bis Oktober;
- die fliederähnlichen Blüten duften;
- Blütenfarbe: weiß, gelb, lila, rot bis zu tiefviolett;
- der Strauch wird bis zu 4 m hoch;
- Standort: bevorzugt sonnig;
- Boden: leicht, durchlässig.
Pflege
- In den ersten Jahren ist der Schmetterlingsflieder noch etwas frostempfindlich (Boden abdecken), er wird aber mit den Jahren frostresistenter. Friert der Strauch zurück, treibt er aber im Frühjahr trotzdem meist wieder aus.
- Schnitt: Da der Strauch am einjährigen Holz blüht, sollte er im Frühjahr zurückgeschnitten oder auf den Stock gesetzt.
Es sollte dabei selbstverständlich sein, dass im Garten kein Gift angewendet wird, sonst wäre dieser Blütenstrauch nur eine tödliche Falle für die Schmetterlinge.
Schmetterlingsblumen aussäen
Den Boden etwas harken und lockern; Samen ausstreuen und andrücken.
Auflistung der Futterpflanzen für Schmetterlinge in der Samentüte
Nektarpflanzen und Raupenfutter
Vorschläge für naturnahe Garten-Gestaltung
- einen Randbereich des Rasens ein Jahr lang gar nicht mähen, oder nur 1-2 mal im Jahr (ca. Juni, Oktober);
- einige Gänseblümchen, Löwenzahn, Ehrenpreis stehen lassen;
- Einen Randbereich an der Grundstücksgrenze nicht mehr harken, keine Stängel, Blätter entfernen; evtl. für Rotkehlchen, Zaunkönig, Igel einen Reisighaufen aufschichten....
- an einer sonnigen Stelle einen Steinhaufen locker mit Zwischenräumen errichten....
- an einer schattigen Stelle einen Steinhaufen/einen Holzstapel locker mit Zwischenräumen errichten (für Frösche, Kröten, Igel...);
- in einer Ecke Brennnesseln stehen lassen. Falls sie sich zu sehr ausdehnen, vor dem Zupfen nachsehen, ob Raupen (oder Puppen) an den Blättern sind. (Tagpfauenauge, Kl. Fuchs, Distelfalter, leben nur auf Brennnesseln);
- einen Sandhaufen ungestört lassen (Ameisenlöwe, Hummeln...);
- eine Lehmpfütze mit Wasser ungestört lassen (Schwalben brauchen Lehm zum Nestbau);
- Pflasterritzen nicht auskratzen;
- Mauerritzen mit losem Putz von Gartenmauern nicht mit Zementmörtel verfugen;
- Halme, alte Äste, Laub unter den Sträuchern und Bäumen liegen lassen. Einige Halme waagerecht an Regen-geschützten Standort legen für die kleinen Wildbienen und Wildwespen;
- kein Gift im eigenen Garten!
5. Teilnahme an der Ausstellung
Zum Abschluss bauten die BUNDSpechte eine Ausstellung zum Thema „Geliebte Wildnis“ im Rathaus auf. Vorgestellt werden
- schöne naturbelassene Bereiche in der Gemeinde Jüchen,
- eine Landkarte mit Vorkommen von „geliebter Wildnis“,
- Fotos von der Gartenaktion „geliebte Wildnis“.
Alle Teilnehmer waren deshalb aufgerufen, ihre persönliche Wildnis z.B. mit einem Foto vorzustellen (möglichst mit dem Aktionsschild).



















